Flagstar Bank Aktie: Bank senkt EPS-Ausblick für 2026 und 2027 wegen höherer Rückstellungen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Flagstar Bank erwartet 2026 einen Gewinn je Aktie von 0,10 bis 0,15 US-Dollar und 2027 von 0,85 bis 0,95 US-Dollar.
- Im dritten Quartal lag das EPS mit 0,01 US-Dollar unter der Markterwartung von 0,07 US-Dollar; der Umsatz verfehlte ebenfalls den Konsens.
- Höhere Rückstellungen, teurere Einlagen und weniger Hypothekenabschlüsse belasten den Ausblick.
- Die Bank rechnet für 2028 mit einem EPS von 1,60 bis 1,70 US-Dollar und verschiebt ihre Ziele für peer-ähnliche Profitabilität um rund ein Jahr.
Marktanalyse & Details
Deutliche Kürzung der EPS-Prognosen
Flagstar Bank hat ihre Gewinnprognosen für 2026 und 2027 nach unten angepasst. Für 2026 erwartet das Institut nun einen Gewinn je Aktie von 0,10 bis 0,15 US-Dollar, verglichen mit einer Markterwartung von 0,29 US-Dollar. Für 2027 liegt die neue Spanne bei 0,85 bis 0,95 US-Dollar; der Konsens hatte zuvor 1,17 US-Dollar betragen.
Finanzchef Lee Smith begründete die Anpassung im Gespräch zu den Quartalszahlen vor allem mit höheren Rückstellungskosten im vierten Quartal 2026 und im Gesamtjahr 2027. Das anhaltend höhere Zinsniveau verschärfe zudem den Wettbewerb um Einlagen. Flagstar erwartet zwar weiterhin steigende Einlagen, jedoch langsamer als zuvor angenommen.
Quartalsergebnis bleibt hinter Erwartungen
Im dritten Quartal 2026 erzielte Flagstar ein EPS von 0,01 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,07 US-Dollar. Der Umsatz belief sich auf 530 Millionen US-Dollar und lag damit unter der Konsensschätzung von 544,55 Millionen US-Dollar. Der materielle Buchwert je Aktie betrug 17,05 US-Dollar, die CET1-Kapitalquote 12,38 Prozent.
Die Bank verweist außerdem auf geringere Hypothekenabschlüsse, die sowohl Zinserträge als auch Nichtzinserträge dämpfen. Zugleich gehe der Rückgang der notleidenden Kredite langsamer voran als erwartet. Vorstandschef Joseph Otting nannte neben dem Zinsumfeld und dem Einlagenwettbewerb auch anhaltende Inflation sowie Belastungen im New Yorker Mehrfamilienhausportfolio als Gegenwind für die Kreditkosten.
Analysten-Einordnung
Die gesenkten Prognosen zeigen, dass die Erholung stärker von Zins- und Kreditkosten abhängt als bislang geplant. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sich der Weg zu einer nachhaltig höheren Profitabilität verlängert: Die deutlich niedrigere EPS-Spanne für 2027 liegt klar unter der bisherigen Markterwartung. Die 2028-Prognose signalisiert zwar, dass Flagstar weiterhin mit einer späteren Verbesserung rechnet; sie beseitigt aber nicht die kurzfristigen Unsicherheiten bei Rückstellungen, Einlagenwachstum und Hypothekengeschäft.
Zum Handelsschluss der vorliegenden Kursangabe lag die Flagstar-Bank-Aktie an der Lang-&-Schwarz-Exchange bei 9,602 Euro und damit 5,68 Prozent unter dem Vortag. Das Minus passt zum schwachen Quartalsbild und zur zurückgenommenen Gewinnplanung, belegt für sich genommen jedoch nicht, wie sich die Aktie künftig entwickeln wird.
Fazit & Ausblick
Flagstar erwartet für 2028 ein EPS von 1,60 bis 1,70 US-Dollar und hält daran fest, peer-ähnliche Profitabilitätskennzahlen in diesem Jahr zu erreichen. Entscheidend wird sein, ob sich Rückstellungskosten und Einlagenwettbewerb wie geplant entspannen und die Kreditqualität wieder schneller verbessert. Einen konkreten nächsten Termin für die Veröffentlichung von Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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