EyePoint Aktie: Analysten senken Ratings nach zweitem Duravyu-Studienrückschlag
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Duravyu verfehlte in der Phase-3-Studie LUCIA bei feuchter AMD erneut den primären Wirksamkeitsendpunkt.
- EyePoint beendet die entscheidenden Phase-3-Studien zu feuchter AMD vorzeitig und konzentriert sich auf DME.
- Der Konzern streicht rund 53 Prozent der Stellen; die jährlichen Einsparungen sollen etwa 30 Millionen US-Dollar betragen.
- Jefferies stufte die Aktie auf Hold, Guggenheim auf Neutral herab; der DME-Datenreadout ist für das vierte Quartal 2027 geplant.
Marktanalyse & Details
Zweiter Rückschlag bei feuchter AMD
EyePoint hat mit LUCIA auch die zweite zulassungsrelevante Phase-3-Studie von Duravyu gegen feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) beim primären Endpunkt verfehlt. Das Mittel erreichte keine statistische Nichtunterlegenheit gegenüber Aflibercept bei der Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe. Bereits die Phase-3-Studie LUGANO hatte ihren primären Endpunkt verfehlt.
Gleichzeitig meldete EyePoint positive Ergebnisse bei mehreren sekundären Endpunkten: Dazu zählten eine geringere Behandlungslast, anhaltende supplementfreie Raten, anatomische Kontrolle und ein günstiges Sicherheitsprofil bei erneuter Dosierung. Diese Ergebnisse reichten jedoch nicht aus, um den primären Wirksamkeitsnachweis zu ersetzen. LUCIA umfasste 475 Patienten, LUGANO 432.
Fokuswechsel, Stellenabbau und Liquidität
Das Unternehmen will die laufenden Phase-3-Studien zu feuchter AMD vorzeitig beenden und seine Ressourcen auf Duravyu bei diabetischem Makulaödem (DME) konzentrieren. Die entscheidenden DME-Daten aus den Studien COMO und CAPRI werden für das vierte Quartal 2027 erwartet. EyePoint plant, rund 53 Prozent der Belegschaft abzubauen; der Großteil der Maßnahmen soll im vierten Quartal 2026 erfolgen und bis zur ersten Hälfte 2027 abgeschlossen sein.
- Erwartete annualisierte Einsparungen: rund 30 Millionen US-Dollar.
- Geschätzte einmalige Aufwendungen für Abfindungen und damit verbundene Kosten: rund 9 Millionen US-Dollar.
- Barmittel zum Ende des dritten Quartals: 118 Millionen US-Dollar, entsprechend nach Unternehmensangabe 1,36 US-Dollar je Aktie.
Analysten-Einordnung: Jefferies senkte die Einstufung von Buy auf Hold und reduzierte das Kursziel von 8 auf 1 US-Dollar. Guggenheim wechselte von Buy auf Neutral und setzte kein Kursziel. Die Begründung verweist auf die gescheiterten AMD-Studien, den langen Zeitraum bis zu den DME-Daten und begrenzten Spielraum durch die verfügbare Liquidität. Dies deutet darauf hin, dass der Markt den DME-Kandidaten kurzfristig kaum als Ausgleich für den Rückschlag bei AMD bewertet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Investmentthese nun stärker von einem erfolgreichen DME-Programm und ausreichender Finanzierung bis zu dessen Daten abhängt.
Die Aktie notierte laut den bereitgestellten Marktdaten am 19. Oktober 2026 um 18:00 Uhr bei 0,372 Euro; das Tagesminus betrug 86,02 Prozent. Der Kursrutsch spiegelt die Neubewertung nach dem Studienergebnis und der strategischen Neuausrichtung wider.
Fazit & Ausblick
Der nächste zentrale Prüfstein für EyePoint sind die Phase-3-Daten zu Duravyu bei DME, die erst für das vierte Quartal 2027 erwartet werden. Bis dahin stehen die Umsetzung des Stellenabbaus, die Kontrolle der Ausgaben und die Frage im Vordergrund, ob die vorhandenen Barmittel für den Entwicklungsweg ausreichen. Weitere Analysen der LUCIA- und LUGANO-Daten könnten die Einschätzung zu feuchter AMD noch präzisieren, ändern aber nichts daran, dass der primäre Endpunkt in beiden Studien verfehlt wurde.
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