Evonik Industries Aktie: Evonik weist BASF-Angebot über 10,3 Milliarden Euro zurück
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF soll Evonik ein Übernahmeangebot von rund 10,3 Milliarden Euro unterbreitet haben.
- Evonik wies den Vorstoß Berichten zufolge als zu niedrig zurück.
- Als erstes Angebot werden rund 22,15 Euro je Aktie genannt; Verhandlungen sind damit nicht bestätigt.
- Die DZ BANK hob ihr Kursziel für Evonik von 21 auf 22 Euro an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung.
Marktanalyse & Details
Angebot stößt auf Ablehnung
BASF ist mit einem Übernahmevorstoß für Evonik offenbar zunächst gescheitert. Der Chemiekonzern soll rund 10,3 Milliarden Euro geboten haben. Evonik habe das Angebot zurückgewiesen, weil der Preis aus Unternehmenssicht nicht ausreiche. Als indikatives Gebot werden rund 22,15 Euro je Aktie genannt. Eine Aufnahme von Verhandlungen oder eine Einigung ist damit nicht verbunden; auch die genannten Angebotsdetails sind bislang nicht offiziell bestätigt.
Kurs und Bewertungsabstand
Die Evonik-Aktie notierte am 29. September um 09:08 Uhr bei 19,89 Euro und lag damit 1,22 Prozent im Plus. Der berichtete Angebotspreis von 22,15 Euro läge rund 11,4 Prozent über diesem Kurs. Dieser Abstand ist jedoch kein sicherer Übernahmeaufschlag: Solange weder ein bestätigtes Angebot noch konkrete Bedingungen vorliegen, bleibt offen, ob BASF nachbessert oder Evonik überhaupt zu Gesprächen bereit ist.
Strategische Bedeutung und Analysten-Einordnung
Der mögliche Vorstoß fällt in eine Phase, in der Evonik an einer Neuausrichtung arbeitet und Verkäufe von Geschäftsbereichen verfolgt. Für BASF könnte eine Übernahme die Konsolidierung in der europäischen Chemiebranche vorantreiben; für Evonik steht dagegen offenbar die Frage im Mittelpunkt, ob der gebotene Preis den Unternehmenswert und die strategischen Optionen ausreichend berücksichtigt.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Evonik den ersten Vorstoß nicht als ausreichende Grundlage für einen Verkauf ansieht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem erhöhte Unsicherheit: Ein möglicher Bieterwettstreit könnte den Kurs stützen, ein Ausbleiben eines höheren Angebots aber die Übernahmefantasie rasch dämpfen. Die angehobene Kurszielmarke der DZ BANK auf 22 Euro mit bestätigter Kaufempfehlung liegt nahe am berichteten Angebotspreis, ersetzt jedoch keine Einschätzung zu einem konkreten Transaktionsabschluss.
Fazit & Ausblick
Entscheidend ist nun, ob BASF sein Angebot verbessert und Evonik daraufhin Verhandlungen aufnimmt. Bis es dazu belastbare Angaben gibt, sollten Anleger die kolportierten Konditionen als vorläufig behandeln. Ein bestätigter Zeitplan für weitere Gespräche liegt nicht vor.
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