Evonik Industries Aktie: BASF-Gebot über 11 Milliarden Euro offenbar zu niedrig
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF soll Evonik zuletzt rund 24 Euro je Aktie beziehungsweise insgesamt etwa 11 Milliarden Euro geboten haben.
- Evonik stuft die Offerte Berichten zufolge als zu niedrig ein und will sie zurückweisen.
- Die Tür für weitere Verhandlungen bleibt demnach offen.
- Der Evonik-Kurs lag am 29. Oktober bei 20,94 Euro und damit rund 12,8 Prozent unter dem berichteten Angebotspreis.
Marktanalyse & Details
Bewertungslücke trotz höherer Offerte
Der Übernahmepoker zwischen BASF und Evonik geht in die nächste Runde: BASF soll seinen Preisvorschlag auf etwa 24 Euro je Aktie erhöht haben. Das entspricht einem Gesamtwert von gut 11 Milliarden Euro. Zuvor war ein Gebot von 22,15 Euro je Aktie beziehungsweise rund 10,3 Milliarden Euro im Gespräch. Evonik hält auch die höhere Summe nach den vorliegenden Berichten für nicht ausreichend und will sie ablehnen.
Eine Zurückweisung bedeutet jedoch nicht zwingend das Ende der Gespräche. Evonik soll grundsätzlich weiter verhandlungsbereit sein. Damit bleibt ein möglicher Zusammenschluss im Raum, während die Parteien offenbar noch keine Einigung über den Unternehmenswert erzielt haben. Die RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Evonik-Anteile hält, ist für den weiteren Verlauf ein bedeutender Aktionär.
Was der Abstand zum Börsenkurs signalisiert
Der zuletzt verfügbare Kurs lag am 29. Oktober bei 20,94 Euro. Gegenüber dem berichteten Angebotspreis von 24 Euro ergibt sich daraus ein rechnerischer Aufschlag von rund 14,6 Prozent. Der Kurs berücksichtigt damit einen Teil der Übernahmefantasie, liegt aber deutlich unter dem genannten Preis. Die Differenz spiegelt auch das Risiko wider, dass kein höheres Gebot zustande kommt oder die Gespräche scheitern.
Analysten-Einordnung: Dass Evonik eine Offerte von rund 24 Euro je Aktie offenbar nicht akzeptiert, deutet auf eine erhebliche Bewertungslücke zwischen Käufer und Zielunternehmen hin. Die Gesprächsbereitschaft hält zugleich eine Nachbesserung für möglich, garantiert sie aber nicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Kurs kurzfristig stark von neuen Meldungen zum Angebot abhängen kann; der genannte Angebotspreis ist kein sicherer Ausstiegskurs.
Fazit & Ausblick
Entscheidend ist nun, ob BASF den Preis erhöht und ob Evonik sowie die RAG-Stiftung eine mögliche neue Offerte als ausreichend bewerten. Bis zu einer verbindlichen Einigung bleibt der Ausgang offen. Anleger sollten daher zwischen dem berichteten Gebot und einem tatsächlich zustande kommenden Übernahmeangebot unterscheiden.
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