EVN Aktie: Milliardeninvestitionen sollen EBITDA bis 2030 auf 1,2 Milliarden Euro heben

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Das Wichtigste in Kürze

  1. EVN plant bis 2030 jährliche Investitionen von rund einer Milliarde Euro, davon etwa 80 Prozent in Niederösterreich.
  2. Für das Geschäftsjahr 2029/30 peilt der Konzern ein EBITDA von rund 1,2 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von etwa 500 Millionen Euro an.
  3. Netze, erneuerbare Energien und Speicher bilden die Schwerpunkte; bis 2030 sind unter anderem 770 Megawatt Windkraft und 300 Megawatt Batteriespeicher geplant.
  4. Die Dividende soll von erwarteten 0,90 bis 0,95 Euro je Aktie für 2025/26 auf mindestens 1,10 Euro bis 2029/30 steigen.

Marktanalyse & Details

Investitionen und Ergebnisziele

Auf ihrem Capital Markets Day am 1. Oktober hat die EVN ihre mittelfristige Planung konkretisiert. Bis 2030 will der österreichische Energieversorger jährlich rund eine Milliarde Euro investieren. Das liegt über den 910 Millionen Euro, die im Geschäftsjahr 2024/25 investiert wurden. Etwa vier Fünftel der geplanten Mittel sollen nach Niederösterreich fließen, vor allem in Netze, Wind- und Photovoltaikanlagen sowie Batteriespeicher.

Beim Konzern-EBITDA strebt EVN für 2029/30 rund 1,2 Milliarden Euro an, nach 909 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/25. Das Konzernergebnis soll im selben Vergleich von 437 auf rund 500 Millionen Euro steigen. Für die Kapitalrendite (ROCE) nennt das Unternehmen bis 2030 ein Ziel von mehr als sechs Prozent.

Netze und erneuerbare Energie

Im niederösterreichischen Stromverteilnetz soll die regulatorische Vermögensbasis (RAB) von rund 2,0 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024/25 auf etwa 3,9 Milliarden Euro bis 2030 wachsen. Die RAB ist eine Grundlage für die regulierte Kapitalvergütung, aber nicht mit Umsatz oder Gewinn gleichzusetzen. Für das Netzsegment plant EVN bis 2030 ein EBITDA von rund 560 Millionen Euro.

Bei der Erzeugung und Speicherung setzt EVN auf folgende Ausbauziele:

  • Windkraft: 770 Megawatt installierte Leistung bis 2030
  • Photovoltaik: 300 Megawattpeak bis 2030
  • Batteriespeicher: insgesamt 300 Megawatt elektrische Leistung bis 2030

Für die Zeit nach 2030 nennt EVN weiterhin jährliche Investitionen von rund 900 Millionen Euro. Eine Windkraft-Projektpipeline soll langfristig einen Ausbau auf bis zu 1,5 Gigawatt ermöglichen. Das sind Unternehmensziele und keine garantierten Ergebnisse.

Analysten-Einordnung

Die Planung verknüpft den hohen Kapitalbedarf mit einem stärkeren Beitrag des regulierten Netzgeschäfts und dem Ausbau flexibler Erzeugung und Speicherung. Das EBITDA-Ziel für 2029/30 liegt rund 32 Prozent über dem Wert von 2024/25; beim Konzernergebnis fällt der angestrebte Zuwachs mit rund 14 Prozent deutlich moderater aus. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Investitionsphase nicht allein an höheren Ergebniszielen zu messen ist: Entscheidend wird sein, ob neue Anlagen rechtzeitig in Betrieb gehen und die Investitionen ausreichend zur Rendite beitragen. Die für Neuinvestitionen derzeit genannte Kapitalverzinsung von mehr als sechs Prozent gilt innerhalb der laufenden Regulierungsperiode bis Ende 2028; daraus lässt sich keine unveränderte Vergütung für spätere Jahre ableiten.

Auch die Ausschüttungspläne stehen neben dem Investitionsbedarf: Für 2025/26 erwartet EVN vorbehaltlich des tatsächlichen Ergebnisses 0,90 bis 0,95 Euro je Aktie. Bis 2029/30 soll die Dividende mindestens 1,10 Euro erreichen, bei einer angestrebten Ausschüttungsquote von rund 40 Prozent. Begleitende Angaben weisen auf ein entgeltliches IR-/PR-Mandat mit EVN hin. Die genannten Ziele sind daher als Unternehmensplanung einzuordnen, nicht als unabhängige Prognose.

Fazit & Ausblick

Die Strategie setzt auf langfristig planbare Netzinvestitionen und den Ausbau erneuerbarer Energien, verlangt aber zugleich eine erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Projekte. Im Blick bleiben die tatsächliche Investitionsgeschwindigkeit, die Entwicklung der regulierten Kapitalbasis und die Ergebnisse der kommenden Geschäftsjahre. Ein konkreter nächster Berichtstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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