EasyJet Aktie: Airline übernimmt am BER mehrere Ryanair-Strecken
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ryanair streicht zum Winterflugplan zwölf Verbindungen am BER.
- EasyJet gehört zu den Anbietern, die Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Thessaloniki übernehmen.
- Der Flughafen rechnet 2026 und 2027 mit sinkenden Passagierzahlen.
- Angaben zu zusätzlichen EasyJet-Flügen oder deren finanzieller Wirkung liegen nicht vor.
Marktanalyse & Details
EasyJet füllt einen Teil der Angebotslücke
Mit dem Start des Winterflugplans am 25. Oktober reduziert Ryanair sein Angebot am Hauptstadtflughafen deutlich. Zwölf Verbindungen fallen weg. Für sechs davon sind künftig andere Airlines vorgesehen: EasyJet zählt bei Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Thessaloniki zu den Anbietern. Die übrigen übernommenen Strecken verteilen sich auf Eurowings, Sundair, Aegean und Wizz Air.
Sechs Ziele – Palermo, Marseille, Triest, Reggio Calabria, Tallinn und Pisa – sind laut Flughafen zunächst nicht mehr direkt vom BER erreichbar. Die Meldung nennt weder die geplanten Frequenzen noch die Sitzplatzkapazitäten von EasyJet auf den vier Strecken. Auch ob die Airline ihre Kapazität dafür insgesamt erhöht, bleibt offen.
Schwächere Passagierprognose für den BER
Der Flughafen erwartet für 2026 rund 25,7 Millionen Passagiere, nach 26,1 Millionen im Vorjahr. Für 2027 liegt die Prognose bei 25 bis 25,2 Millionen – unter der früheren Erwartung von bis zu 27 Millionen. Trotz des Rückzugs von Ryanair sollen im kommenden Winterflugplan insgesamt acht Ziele mehr erreichbar sein als im Vorjahr, weil andere Airlines ihr Angebot ausbauen.
Analysten-Einordnung: Dass EasyJet mehrere der betroffenen Strecken mitbedient, kann der Airline am BER zusätzliche Präsenz und Nachfrage eröffnen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung aber noch keinen belegten Umsatz- oder Gewinnzuwachs: Entscheidend sind die tatsächlichen Flugfrequenzen, Auslastung und erzielbaren Ticketpreise. Die rückläufige Passagierprognose des Flughafens ist zugleich ein Hinweis auf ein anspruchsvolles Marktumfeld.
Fazit & Ausblick
Die Übernahme von Strecken bietet EasyJet eine Gelegenheit, von der Neuverteilung des BER-Angebots zu profitieren. Wie groß der Effekt für die Airline ausfällt, lässt sich anhand der vorliegenden Angaben noch nicht beziffern. Maßgeblich werden die konkret angebotenen Kapazitäten und die Nachfrage im Winterflugplan sein.
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