DWS Aktie: Metzler senkt Kursziel, Goldman hebt Ziel auf 65 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Metzler senkte am 2. Oktober das DWS-Kursziel von 62,60 auf 62 Euro und bestätigte „Sell“.
- Goldman hob am 1. Oktober das Kursziel von 60 auf 65 Euro an, blieb aber ebenfalls bei „Sell“.
- Der DWS-Kurs lag am 2. Oktober um 08:55 Uhr bei 68,60 Euro und damit über beiden Kurszielen.
- Die Deutsche Bank bietet ein digitales Altersvorsorgedepot mit DWS-Standarddepot an und trifft dabei auf preisgünstige Konkurrenz.
Marktanalyse & Details
Unterschiedliche Kurszielbewegungen, gleiches Rating
Die jüngsten Einschätzungen zu DWS weisen in unterschiedliche Richtungen: Metzler reduzierte sein Kursziel leicht um 0,60 Euro auf 62 Euro. Goldman erhöhte seine Bewertung dagegen um 5 Euro auf 65 Euro. Beide Häuser stufen die Aktie weiterhin mit „Sell“ ein.
Zum Kurszeitpunkt 2. Oktober, 08:55 Uhr, notierte die DWS-Aktie bei 68,60 Euro. Damit lag sie rund 6,6 Euro über dem Metzler-Ziel und 3,6 Euro über dem Goldman-Ziel. Kursziele sind Einschätzungen und keine Zusage, dass ein bestimmter Kurs erreicht wird.
Analysten-Einordnung: Dass Goldman sein Kursziel anhebt, aber an „Sell“ festhält, zeigt, dass eine positivere Bewertung des möglichen Kursniveaus nicht automatisch einen Wechsel der Anlageeinschätzung bedeutet. Beide Kursziele liegen unter dem aktuellen Kurs. Dies deutet darauf hin, dass die Analysten trotz unterschiedlicher Anpassungen weiteres Abwärtspotenzial gegenüber dem zuletzt erfassten Börsenkurs sehen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Begründung und der jeweilige Anlagehorizont der Analysten wichtiger sind als die isolierte Veränderung eines Kursziels.
Altersvorsorge-Angebot im umkämpften Gebührenmarkt
Zusätzlichen Geschäftskontext liefert der Wettbewerb um das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot. Die Deutsche Bank bietet dafür ein digitales DWS-Standarddepot an: In den ersten zwei Jahren beträgt die Gebühr 0,1 Prozent pro Jahr, anschließend 0,28 Prozent. Ein beratungsbasiertes Depot kostet 0,99 Prozent pro Jahr; hinzu kommen zwei Versicherungsprodukte von Zurich.
Bei den Gebühren trifft das Angebot auf Konkurrenz: Scalable Capital nennt Preise von bis zu 0,15 Prozent pro Jahr, die Dekabank 0,1 Prozent. Die Preisunterschiede könnten für die Positionierung des DWS-Angebots relevant sein; aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch nicht ableiten, wie sich dies auf Kundenzahlen oder Erträge auswirkt.
Fazit & Ausblick
Die beiden jüngsten Analystenurteile bleiben trotz gegensätzlicher Kurszieländerungen negativ. Entscheidend für die weitere Einordnung sind kommende Unternehmenszahlen und Hinweise zur Entwicklung des Altersvorsorgegeschäfts. Ein nächster Veröffentlichungstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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