DWS Aktie: Goldman hebt Kursziel auf 65 Euro an und bleibt bei Sell
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman erhöht das Kursziel für die DWS-Aktie von 60 auf 65 Euro, behält aber die Einstufung Sell bei.
- Der Kurs liegt am 1. Oktober bei 69,70 Euro und damit rund 7 Prozent über dem neuen Kursziel.
- Die Deutsche Bank bietet im Altersvorsorgedepot ein digitales DWS-Standarddepot und ein beratungsbasiertes Depot an.
- Die Depotkonditionen reichen von 0,1 Prozent pro Jahr in den ersten zwei Jahren bis 0,99 Prozent beim Beratungsangebot.
Marktanalyse & Details
Goldman hebt das Kursziel an, hält aber an Sell fest
Goldman setzt das Kursziel für DWS von 60 auf 65 Euro herauf. An der Verkaufsempfehlung ändert sich nichts. Die Mitteilung nennt keine Begründung für die Anpassung. Zum Kurs von 69,70 Euro am Morgen des 1. Oktober liegt das neue Ziel rund 4,70 Euro beziehungsweise knapp 7 Prozent darunter. Die DWS-Aktie hatte seit Jahresbeginn allerdings 23,36 Prozent zugelegt.
Analysten-Einordnung: Die höhere Zielmarke ist für sich genommen eine Verbesserung der Einschätzung, das unveränderte Sell-Rating setzt jedoch ein deutliches Gegengewicht. Dass der aktuelle Kurs über dem neuen Kursziel liegt, signalisiert, dass Goldman trotz der Anhebung weiteres Abwärtspotenzial sieht. Ohne eine veröffentlichte Begründung lässt sich nicht beurteilen, welche Annahmen hinter dem neuen Ziel stehen.
Deutsche Bank bringt DWS-Depot in den Vorsorgewettbewerb
Auch im Wettbewerb um das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot erhält die Marke DWS zusätzliche Sichtbarkeit: Die Deutsche Bank bietet ein digitales DWS-Standarddepot sowie eine beratungsbasierte Variante an. Für das digitale Depot fallen in den ersten zwei Jahren 0,1 Prozent pro Jahr an, danach 0,28 Prozent. Das beratungsbasierte Depot kostet 0,99 Prozent jährlich. Zusätzlich umfasst das Angebot zwei Versicherungsprodukte von Zurich.
Die Konkurrenz setzt ebenfalls auf niedrige Gebühren: Scalable Capital verlangt laut den vorliegenden Angaben bis zu 0,15 Prozent pro Jahr, die Dekabank 0,1 Prozent. Die Deutsche Bank betont, keine Lockvogelangebote zu machen. Für DWS ist die Einbindung in das Angebot eines großen Vertriebsnetzes potenziell wichtig, doch aus den Produktkonditionen allein lässt sich noch kein konkreter Mittelzufluss ableiten.
Fazit & Ausblick
Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Signale im Raum: ein angehobenes, aber weiterhin unter dem Börsenkurs liegendes Kursziel und eine zusätzliche Vertriebsmöglichkeit für DWS-Produkte im Altersvorsorgemarkt. Entscheidend wird sein, ob das Depotangebot tatsächlich Kundengelder anzieht und sich dies in den künftigen Geschäftszahlen niederschlägt. Ein nächster Veröffentlichungstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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