DWS Aktie: Barclays hebt Kursziel auf 66 Euro, Goldman senkt auf 64 Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Barclays erhöht das DWS-Kursziel am 29. Oktober von 65 auf 66 Euro und bestätigt „Equal Weight“.
- Goldman senkt das Ziel auf 64 Euro und hält an „Sell“ fest; Citi sieht DWS bei 72 Euro mit „Neutral“.
- Im dritten Quartal verzeichnete DWS Rekordzuflüsse von 30,9 Milliarden Euro und ein verwaltetes Vermögen von 1.221 Milliarden Euro.
- Der Vorsteuergewinn von 325 Millionen Euro blieb unter der Analystenschätzung von 345 Millionen Euro; die Jahresprognose gilt weiter.
Marktanalyse & Details
Geteilte Einschätzungen nach den Quartalszahlen
Die Kurszieländerungen fallen trotz des starken Neugeldzuflusses unterschiedlich aus. Barclays hob sein Ziel leicht auf 66 Euro an und blieb bei „Equal Weight“. Goldman reduzierte die Vorgabe von 67 auf 64 Euro und bekräftigte „Sell“. Citi senkte das Kursziel von 73 auf 72 Euro bei „Neutral“, während Metzler es von 62 auf 61,50 Euro kappte und „Sell“ vergab.
Der zuletzt gemeldete Kurs von 65,15 Euro liegt nahe am neuen Barclays-Ziel, aber über den Zielen von Goldman und Metzler. Die Spanne der Einschätzungen macht deutlich, dass der Rekord bei den Zuflüssen allein noch keine einheitliche Neubewertung der Aktie auslöst.
Rekordzuflüsse, aber Ergebnis unter Konsens
DWS nahm im dritten Quartal netto 30,9 Milliarden Euro ein, darunter 16,6 Milliarden Euro langfristige Zuflüsse. Das verwaltete Vermögen erreichte mit 1.221 Milliarden Euro einen Rekordstand. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um vier Prozent auf 784 Millionen Euro und lagen damit über der Schätzung von 776,1 Millionen Euro.
Beim Gewinn blieb das Bild verhaltener: Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um zwei Prozent auf 325 Millionen Euro, verfehlte aber die Prognose von 345 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss stieg um fünf Prozent auf 230 Millionen Euro und lag ebenfalls unter der Schätzung von 243 Millionen Euro. Zugleich verschlechterte sich die Kosten-Ertrags-Relation von 57,7 auf 58,6 Prozent.
Analysten-Einordnung
Die Rekordzuflüsse stärken die Grundlage für künftiges Gebührenwachstum, garantieren aber keine entsprechende Ergebnissteigerung. Die schwächere Kosten-Ertrags-Relation und der unter den Erwartungen liegende Vorsteuergewinn zeigen, dass Kosten und Gebührenentwicklung die starke Vermögens- und Mittelzuflussseite teilweise überlagern. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob DWS die Zuflüsse in profitables Wachstum umsetzt und die Kostenquote wieder in Richtung des eigenen Zielkorridors bringt.
Fazit & Ausblick
DWS bestätigte für 2026 das Ziel, den Gewinn je Aktie um 10 bis 15 Prozent zu steigern. In den ersten neun Monaten lag das Plus bereits bei 16 Prozent; die Kostenquote von 57,7 Prozent blieb im selben Zeitraum jedoch über der angestrebten Spanne von 55 bis 57 Prozent. Für die weitere Einschätzung der Aktie sind daher neben den Mittelzuflüssen vor allem die Kostenentwicklung und die Ertragsbeiträge im vierten Quartal relevant.
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