Drägerwerk & Aktie: EBIT sinkt trotz Zollrückerstattung, Prognose bleibt stabil

Drägerwerk & Aktie: EBIT sinkt trotz Zollrückerstattung, Prognose bleibt stabil

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Drägerwerks EBIT fiel im dritten Quartal trotz 20,1 Millionen Euro Zollrückerstattungen von rund 57 auf 48 Millionen Euro.
  2. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 2,1 Prozent auf rund 851 Millionen Euro, der Auftragseingang um 8,2 Prozent auf 926 Millionen Euro.
  3. In den ersten neun Monaten legte das EBIT auf 112 Millionen Euro zu; die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,6 Prozent.
  4. Das Management hält an der Jahresprognose fest: 2 bis 6 Prozent Umsatzplus und eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent.

Marktanalyse & Details

Quartalsgewinn unter Vorjahr

Der Lübecker Medizintechnikkonzern erzielte im dritten Quartal ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 48 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es knapp 57 Millionen Euro. Im aktuellen Quartalsergebnis waren Zollrückerstattungen von 20,1 Millionen Euro enthalten. Der Umsatz erhöhte sich zugleich auf rund 851 Millionen Euro nach 833,3 Millionen Euro.

Der Auftragseingang entwickelte sich kräftiger als der Umsatz: Er stieg auf 926 Millionen Euro, verglichen mit 856,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Bruttomarge erreichte 47,5 Prozent nach 45,6 Prozent, wobei Drägerwerk den Anstieg vor allem mit den Zollrückerstattungen erklärte. Die EBIT-Marge sank dagegen von 6,8 auf 5,6 Prozent.

Neunmonatswerte zeigen Fortschritt, aber hohe Latte für das Jahresziel

Für die ersten neun Monate meldete Drägerwerk einen Umsatz von 2,454 Milliarden Euro gegenüber 2,3435 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang nahm von 2,594 auf 2,674 Milliarden Euro zu. Das EBIT verbesserte sich von 77,1 auf 112 Millionen Euro; die EBIT-Marge stieg von 3,3 auf 4,6 Prozent.

  • Neunmonats-Bruttomarge: 46,8 Prozent nach 45,1 Prozent.
  • Drittes Quartal: Umsatzplus von 2,1 Prozent und Auftragseingangsplus von 8,2 Prozent.
  • Jahresziel unverändert: Umsatzwachstum von 2 bis 6 Prozent und EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent.

Analysten-Einordnung: Dass das Quartals-EBIT trotz der Zollrückerstattungen unter dem Vorjahreswert lag, deutet auf anhaltenden Kostendruck hin. Zugleich zeigen die höheren Auftragseingänge und das verbesserte Neunmonatsergebnis, dass die operative Entwicklung nicht durchgehend schwach ist. Für Anleger bedeutet die unveränderte Prognose jedoch, dass Drägerwerk im Schlussquartal deutlich stärker abschneiden muss, um die angestrebte Jahresmarge zu erreichen. Die Aktie notierte am 14. Oktober um 19:47 Uhr bei 83,40 Euro und lag an diesem Handelstag 8,75 Prozent im Minus.

Fazit & Ausblick

Der Auftragseingang und die Neunmonatszahlen liefern positive Signale, doch der Rückgang des Quartals-EBIT trotz Einmaleffekt macht die Profitabilität zum entscheidenden Prüfstein. Drägerwerk hält an den Jahreszielen fest; nun kommt es darauf an, ob das Unternehmen die Margen im Schlussquartal ausreichend steigern kann. Ein Termin für die nächsten ausführlichen Geschäftszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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