DoorDash A Aktie: Übernahme von Instacart für 17 Milliarden Dollar

DoorDash A Aktie: Übernahme von Instacart für 17 Milliarden Dollar AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. DoorDash will Instacart für rund 17 Milliarden US-Dollar übernehmen und je Aktie 65 Dollar zahlen.
  2. Mindestens 75 Prozent des Kaufpreises sollen in bar fließen; der Abschluss ist für Ende 2027 oder das erste Halbjahr 2028 geplant.
  3. Im dritten Quartal stieg DoorDashs Umsatz um 34 Prozent auf 4,616 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,06 Dollar.
  4. Die DoorDash-Aktie notierte am 29. Oktober bei 160,54 Euro und lag damit 7,54 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn beträgt das Minus 17,48 Prozent.

Marktanalyse & Details

Instacart-Kauf verbindet Liefernetz und Einkaufstechnologie

DoorDash vereinbarte die Übernahme von Instacart, auch bekannt als Maplebear, zu einem Wert von rund 17 Milliarden US-Dollar. Instacart-Aktionäre erhalten je Aktie einen Gegenwert von 65 Dollar. Sie können grundsätzlich zwischen 65 Dollar in bar, 0,3372 DoorDash-Aktien oder einer Kombination aus 48,75 Dollar und 0,0843 DoorDash-Aktien wählen. Der Aktienanteil der Gesamtvergütung ist auf höchstens 25 Prozent begrenzt; bei zu hoher Nachfrage nach der Aktienoption greifen anteilige Zuteilungen.

DoorDash will den Baranteil aus vorhandenen Mitteln und einer Fremdfinanzierung bestreiten. Eine zugesagte, 364 Tage laufende unbesicherte Überbrückungsfazilität soll den Schuldenanteil unterstützen. Die Transaktion ist laut Vereinbarung nicht an eine Finanzierung gebunden. DoorDash strebt zugleich an, eine Investment-Grade-Kapitalstruktur zu erhalten.

Strategisch ergänzt Instacarts Technologie für Lebensmittelhändler die Lieferinfrastruktur von DoorDash. Das kombinierte Angebot könnte Händlern helfen, Onlinebestellungen, eigene Websites und Werbeangebote auszubauen. Bis zum Abschluss sollen beide Unternehmen unabhängig weiterarbeiten; Instacarts Marke, Geschäftstechnologie und App sollen anschließend bestehen bleiben.

Starkes Quartal und höhere Prognose

DoorDash meldete für das dritte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,06 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartung von 0,81 Dollar. Der Umsatz erreichte 4,616 Milliarden Dollar gegenüber einer Prognose von 4,56 Milliarden Dollar. Die Gesamtzahl der Bestellungen wuchs im Jahresvergleich um 28 Prozent, der Marketplace-Gesamtwert um 36 Prozent.

Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen Marketplace-Gesamtwert von 35,4 bis 36,4 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 900 Millionen bis 1,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Aktienkursanstieg am 29. Oktober fällt damit sowohl mit den Quartalszahlen als auch mit dem Übernahmeplan zusammen; er lässt sich nicht eindeutig nur einem der beiden Faktoren zuordnen.

Analysten-Einordnung und Risiken

Analysten-Einordnung: Die Kombination könnte DoorDash mehr Bestelldichte und einen stärkeren Zugang zum Lebensmittelhandel verschaffen. Das kräftige Umsatz- und Bestellwachstum liefert dafür eine operative Grundlage. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung aber auch eine große Integrationsaufgabe und zusätzliche Finanzierungsbelastung. Der erwartete lange Zeitraum bis zum Abschluss lässt zudem offen, wie sich Wettbewerb und Regulierung entwickeln. Der Bürgermeister von New York kritisierte den Zusammenschluss öffentlich mit dem Argument, eine stärkere Marktkonzentration könne Preise und Arbeitsbedingungen belasten. Das ist ein politischer Einwand, kein Nachweis dafür, dass der Deal bereits an regulatorischen Hürden scheitert.

Fazit & Ausblick

Der Deal verbindet ein starkes Quartal mit einer weitreichenden strategischen Wette auf Lebensmittel- und Einzelhandelslieferungen. Entscheidend werden die Zustimmung der Instacart-Aktionäre, die erforderlichen behördlichen Freigaben in den USA sowie weitere Genehmigungen unter anderem in Kanada und Israel sein. DoorDash peilt den Abschluss für Ende 2027 oder das erste Halbjahr 2028 an; bis dahin bleiben Finanzierung, Integration und mögliche Wettbewerbsauflagen zentrale Beobachtungspunkte.

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