DocMorris Aktie: E-Rezeptboom sorgt für EBITDA-Breakeven und höhere Prognose
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- DocMorris steigerte den Außenumsatz im dritten Quartal 2026 um 21,5 Prozent auf 342,7 Millionen Franken.
- Das deutsche Rx-Geschäft wuchs um 78,3 Prozent auf 108,1 Millionen Franken.
- Mit 0,6 Millionen Franken bereinigtem EBITDA erreichte DocMorris im Quartal vorzeitig die Gewinnschwelle.
- Für 2026 erwartet das Unternehmen nun 12,5 bis 15,0 Prozent Umsatzwachstum und einen bereinigten EBITDA-Verlust von weniger als 10 Millionen Franken.
Marktanalyse & Details
E-Rezeptgeschäft treibt das Wachstum
Der kräftige Zuwachs im dritten Quartal kam vor allem aus dem deutschen Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Dessen Außenumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 78,3 Prozent auf 108,1 Millionen Franken. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum in diesem Bereich noch 46 Prozent betragen. Der Non-Rx-Außenumsatz in Deutschland legte dagegen deutlich moderater um 5,5 Prozent auf 218,2 Millionen Franken zu.
Auch die Kundenzahl stieg: DocMorris zählte zum Quartalsende 13,1 Millionen aktive Kunden, 1,5 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Die digitalen Dienstleistungen, zu denen auch Telemedizin zählt, erzielten 13,9 Millionen Franken Umsatz und wuchsen um 46,1 Prozent in Lokalwährung. In den ersten neun Monaten summierte sich der Außenumsatz auf 970,6 Millionen Franken, ein Plus von 15,5 Prozent in Lokalwährung.
Früher operativer Break-even, Prognose angehoben
Das bereinigte EBITDA lag im dritten Quartal bei plus 0,6 Millionen Franken. Damit erreichte DocMorris die Gewinnschwelle früher als bislang erwartet. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen nun ein Umsatzwachstum von 12,5 bis 15,0 Prozent in Aussicht; zuvor hatte die Spanne bei 9 bis 13 Prozent gelegen. Der bereinigte EBITDA-Verlust soll unter 10 Millionen Franken bleiben, nachdem bisher ein Verlust von 10 bis 17,5 Millionen Franken prognostiziert worden war.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass das dynamische Rx-Wachstum inzwischen nicht nur den Umsatz, sondern zusammen mit höherer Kosten- und Marketingeffizienz auch das operative Ergebnis stützt. Für Anleger bedeutet der Quartals-Break-even jedoch noch keinen Nachweis dauerhaft profitablen Wachstums: Entscheidend wird sein, ob DocMorris die Kosten im Verhältnis zum Umsatz weiter kontrolliert und die starke Entwicklung im E-Rezeptgeschäft fortsetzen kann. Der Aktienkurs lag am 15. Oktober um 09:35 Uhr bei 15,97 Euro und damit 6,89 Prozent über dem Vortagesschluss.
Fazit & Ausblick
DocMorris hält am Ziel eines positiven freien Cashflows im Verlauf des Jahres 2027 fest und plant für 2026 weiterhin Investitionen von weniger als 30 Millionen Franken. Die angehobene Prognose und der vorgezogene EBITDA-Break-even setzen die Messlatte für die kommenden Quartale höher. Im Fokus stehen nun die weitere Dynamik des deutschen Rx-Geschäfts und die Frage, ob sich die operative Verbesserung in nachhaltige Cashflows übersetzt.
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