DHL meldet mehr Abstellgenehmigungen: Paketdienste setzen stärker auf Zustellung am Wunschort

DHL meldet mehr Abstellgenehmigungen: Paketdienste setzen stärker auf Zustellung am Wunschort

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Das Wichtigste in Kürze

  1. DHL zählt in Deutschland mehr als zehn Millionen dauerhafte Abstellgenehmigungen – 10 Prozent mehr als im Vorjahr.
  2. Auch Hermes, DPD und GLS melden eine häufigere Zustellung von Paketen am vereinbarten Ablageort.
  3. Die Paketdienste versprechen sich davon effizientere Abläufe und weniger erfolglose Zustellversuche.
  4. Empfänger tragen nach der Ablage das Risiko; DHL zufolge liegen die Reklamationen dabei nicht über dem üblichen Niveau.

Marktanalyse & Details

Abstellgenehmigungen werden häufiger genutzt

Immer mehr Paketempfänger in Deutschland erlauben, Sendungen ohne persönliche Übergabe an einem bestimmten Ort abzulegen. DHL kommt nach eigenen Angaben inzwischen auf mehr als zehn Millionen dauerhafte Vereinbarungen. Das sind 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Trend zeigt sich auch bei anderen Zustellern: Hermes meldet seit August 2025 ein Plus von 30 Prozent. DPD stellt etwa ein Viertel seiner B2C-Sendungen auf diese Weise zu. Bei GLS liegt der Anteil für 2025 und den bisherigen Verlauf des Jahres 2026 bei rund 15 Prozent.

Effizienz trifft auf ein Risiko für Empfänger

Die Ablagegenehmigung kann eine Zustellung erleichtern, wenn niemand zu Hause ist. Für Paketdienste kann sie zudem zusätzliche Zustellversuche und damit verbundenen Aufwand verringern. Der entscheidende Nachteil für Empfänger: Sobald das Paket am vereinbarten Ort abgelegt ist, tragen sie das Risiko für den weiteren Verbleib der Sendung.

DHL zufolge sind die Reklamationen bei Paketen mit Abstellgenehmigung nicht höher als sonst. Diese Angabe spricht dafür, dass der Service im Alltag bislang nicht mit einem erkennbaren Anstieg der Beschwerden einhergeht. Sie bedeutet jedoch nicht, dass das individuelle Verlustrisiko entfällt.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Abstellgenehmigung für die Paketdienste mehr ist als eine Komfortfunktion: Sie kann die letzte Zustellstrecke effizienter machen. Für Empfänger bedeutet diese Entwicklung, dass sie den Zeitgewinn gegen den Kontrollverlust nach der Ablage abwägen sollten. Ein möglichst geschützter, eindeutig vereinbarter Ablageort ist deshalb zentral.

Fazit & Ausblick

Die Zahlen der Paketdienste weisen auf eine wachsende Akzeptanz der kontaktlosen Zustellung hin. Ob der Trend anhält, dürfte auch davon abhängen, ob die Anbieter Komfort und verlässliche Zustellung verbinden können. Für Verbraucher bleibt wichtig, die Bedingungen der Genehmigung zu prüfen und einen sicheren Ablageort festzulegen.

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