Deutsche Post Aktie: DHL hebt Prognose an, Analysten sehen begrenztes Kurspotenzial
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- DHL erhöhte nach einem starken dritten Quartal die EBIT-Prognose für 2026 auf mehr als sieben Milliarden Euro.
- Der Konzernumsatz stieg vorläufig um zwölf Prozent auf rund 22,6 Milliarden Euro, das EBIT um 16 Prozent auf rund 1,71 Milliarden Euro.
- Oddo BHF hob das Kursziel auf 60 Euro an und blieb bei Neutral; Deutsche Bank Research erhöhte das Ziel auf 64 Euro und empfiehlt Buy.
- Die vollständigen Quartalszahlen will DHL am 5. November veröffentlichen.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal treibt Jahresausblick
Der Logistikkonzern rechnet für 2026 nun mit einem Konzern-EBIT von mehr als sieben Milliarden Euro statt bislang mehr als 6,5 Milliarden. Für die DHL-Sparten erhöhte das Unternehmen die Prognose auf über 6,4 Milliarden Euro, nach zuvor über 5,9 Milliarden. Die Erwartung für Post & Paket Deutschland blieb unverändert. Auch den Ausblick auf den Mittelzufluss hob DHL an, ohne in den vorliegenden Angaben einen neuen konkreten Betrag zu nennen.
Besonders kräftig entwickelte sich DHL Express: Das Sparten-EBIT stieg im dritten Quartal von 692 Millionen auf gut eine Milliarde Euro. Neben Kosten- und Ertragsmaßnahmen sowie einer besseren Auslastung trug eine angespannte Kapazität im Luftfrachtmarkt laut Unternehmen mit rund 100 Millionen Euro positiv zum Ergebnis bei.
Kursziele steigen, Einschätzungen gehen auseinander
Oddo BHF erhöhte sein Kursziel von 54 auf 60 Euro, hält aber an der Neutral-Einstufung fest. Die Analystin sieht die verbesserte Geschäftsdynamik bereits im Aktienkurs berücksichtigt. Deutsche Bank Research setzte das Kursziel von 62 auf 64 Euro herauf und bestätigte die Kaufempfehlung.
Die Aktie notierte am Montagmorgen bei 58,24 Euro. Damit blieb sie unter dem jüngsten Hoch von 58,90 Euro; oberhalb dieser Marke rückt das Rekordhoch von 61,38 Euro aus dem August 2021 in den Blick. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie laut den vorliegenden Marktdaten 24,5 Prozent im Plus.
Analysten-Einordnung: Das Quartal bestätigt eine operative Verbesserung, doch ein Teil des Optimismus scheint im Kurs angekommen zu sein. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die höhere Jahresprognose zwar eine fundamentale Stütze bietet, der weitere Spielraum aber davon abhängt, ob DHL die Dynamik auch ohne den Rückenwind knapper Luftfrachtkapazitäten halten kann. Die unterschiedlichen Kursziele zeigen zudem, dass Analysten die verbleibenden Chancen unterschiedlich bewerten.
Fazit & Ausblick
Am 5. November stehen die vollständigen Quartalszahlen an. Im März will DHL zudem seine Mittelfristprognose überprüfen. Bis dahin dürften neben der Umsetzung der angehobenen Jahresziele vor allem die Entwicklung bei DHL Express und die Nachhaltigkeit der dortigen Ergebnisverbesserung im Fokus stehen.
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