Deutsche Lufthansa Aktie: Spohr verteidigt TAP-Einstieg trotz Sparkurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa-Chef Carsten Spohr verteidigt den geplanten Einstieg bei TAP und begründet ihn mit dem Ertragspotenzial.
- Für TAP stellt Lufthansa jährliche Synergien von bis zu 450 Millionen Euro in Aussicht.
- Parallel prüft Eurowings wegen hoher Kerosinkosten Kurzarbeit und will fünf Prozent des geplanten Programms kürzen.
- Die Lufthansa-Aktie notierte am 19. Oktober bei 7,086 Euro und lag damit 0,25 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
TAP-Investment trifft auf Sparkurs
Bei einer Mitarbeiterversammlung wies Spohr die Kritik am geplanten Einstieg bei der portugiesischen Staatsfluglinie TAP zurück. Seine Argumentation: Lufthansa wolle dort investieren, wo sich das eingesetzte Kapital am besten verdienen lasse. Zugleich erhöhte der Konzernchef laut den vorliegenden Angaben intern den Druck. Damit steht die strategische Expansion in einem Spannungsverhältnis zu den laufenden Sparbemühungen.
Lufthansa erwartet von einer engeren Zusammenarbeit mit TAP jährliche Synergien von bis zu 450 Millionen Euro. Zusammen könnten die Fluggesellschaften zudem auf einen Marktanteil von rund 20 Prozent im Verkehr zwischen Europa und Lateinamerika kommen. Für Lufthansa ist TAP vor allem wegen ihres Streckennetzes in dieser Region strategisch interessant.
Kostendruck bei Eurowings
Der Sparkurs zeigt sich auch bei Eurowings: Die Lufthansa-Tochter prüft für den Winter Kurzarbeit und plant, das Flugprogramm um fünf Prozent zu reduzieren. Als Grund nennt das Unternehmen die hohen Kerosinkosten. Erste Streichungen betreffen Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai; weitere Anpassungen sollen nach den vorliegenden Angaben eher einzelne Frequenzen als ganze Strecken betreffen. Eine Entscheidung über das Ausmaß möglicher Kurzarbeit ist noch offen.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass Lufthansa parallel an zwei unterschiedlichen Hebeln arbeitet: Der Konzern will mit TAP seine Marktposition ausbauen und zugleich Kosten im laufenden Betrieb begrenzen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die angekündigten Synergien zunächst ein Ziel und kein bereits realisierter Ergebnisbeitrag sind. Entscheidend wird sein, ob Lufthansa die erwarteten Vorteile tatsächlich erreicht, ohne dass der Sparkurs die Umsetzung belastet. Der Aktienkurs lag am 19. Oktober bei 7,086 Euro; seit Jahresbeginn betrug das Minus 15,74 Prozent. Daraus lässt sich für sich genommen keine eindeutige Reaktion auf die TAP-Aussagen ableiten.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die weitere Ausgestaltung des TAP-Einstiegs und die Frage, ob die erwarteten Synergien konkretisiert werden. Bei Eurowings bleibt abzuwarten, ob die Prüfung zu Kurzarbeit führt und wie stark das Winterangebot tatsächlich angepasst wird. Beide Entwicklungen zeigen, wie Lufthansa strategisches Wachstum mit Kostendisziplin vereinbaren will.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.