Deutsche Beteiligung Aktie: Quartalsgewinn kehrt zurück, Jahresprognose bleibt bestätigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Beteiligungs AG erzielte im dritten Quartal 2026 einen Konzerngewinn von 3,7 Millionen Euro.
- Nach neun Monaten steht ein Konzernverlust von 30,3 Millionen Euro zu Buche; das Ergebnis je Aktie lag bei minus 1,75 Euro.
- Der NAV je Aktie betrug zum 30. September 33,84 Euro, die Prognose für 2026 bleibt unverändert.
- Im dritten Quartal erholten sich die Bewertungsmultiplikatoren; vier neue Investments und vier abgeschlossene Exits prägten die ersten neun Monate.
Marktanalyse & Details
Quartalsgewinn gleicht Verluste bislang nur teilweise aus
Nach zwei Verlustquartalen in Folge meldet die DBAG für die drei Monate bis Ende September ein Konzernergebnis von 3,7 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 0,2 Millionen Euro. Für die ersten neun Monate ergibt sich jedoch ein anderes Bild: Der Konzernverlust belief sich auf 30,3 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 8,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie lag bei minus 1,75 Euro, verglichen mit plus 0,47 Euro.
Das Brutto-Bewertungs- und -Abgangsergebnis des Portfolios war im dritten Quartal mit 17,4 Millionen Euro positiv. Über neun Monate summierte es sich dagegen auf minus 31,6 Millionen Euro. Die Erholung der Bewertungsmultiplikatoren im dritten Quartal verringerte damit die Belastungen aus dem ersten Halbjahr, hob sie aber nicht auf. Das EBITA aus der Fondsberatung erreichte in den neun Monaten 10,1 Millionen Euro und lag damit unter den 11,2 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums.
NAV, Transaktionen und bestätigte Ziele
Der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie lag zum 30. September bei 33,84 Euro. Das entspricht einem Anstieg gegenüber den 33,65 Euro zum Ende des zweiten Quartals, liegt aber unter dem Wert von 36,37 Euro zum Jahresende 2025. Zusätzlich flossen im Jahresverlauf rund 25,6 Millionen Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück.
- Die DBAG vereinbarte oder vollzog im Neunmonatszeitraum vier neue Investments und vier Exits.
- Der Verkauf des Rechenzentrumsportfolios von Green Datahub wurde erst nach dem Ende des Berichtszeitraums abgeschlossen.
- Auf Ebene der Portfoliounternehmen gab es 13 vereinbarte oder vollzogene Zukäufe im Rahmen von Buy-and-Build-Strategien.
- Die Prognose für 2026 bleibt bei einem NAV je Aktie von 32 bis 36 Euro und einem Fondsberatungs-EBITA von 9 bis 11 Millionen Euro.
Analysten-Einordnung: Die Rückkehr in die Gewinnzone im dritten Quartal ist ein positives Signal, doch der Neunmonatsverlust und das negative Bewertungs- und Abgangsergebnis zeigen, wie stark das Ergebnis von der Bewertung und dem Verkauf einzelner Beteiligungen abhängt. Die Erholung der Multiplikatoren ist zudem laut Unternehmen zunächst eine Momentaufnahme. Für Anleger bedeutet das: Der gestiegene Quartals-NAV und die bestätigten Ziele stützen die Perspektive, sind aber kein Beleg dafür, dass sich die Markterholung bereits dauerhaft verfestigt hat. Bei einem Kurs von 18,64 Euro am 5. November um 08:07 Uhr lag die Aktie deutlich unter dem ausgewiesenen NAV je Aktie; der NAV ist allerdings ein Bewertungsmaßstab und nicht mit einem garantierten Verkaufserlös gleichzusetzen.
Fazit & Ausblick
Die DBAG hält an ihren Jahreszielen fest und verweist auf verbesserte Bewertungsmultiplikatoren sowie rege Transaktionen. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürften sein, ob sich die Erholung im Beteiligungsportfolio fortsetzt und geplante Verkäufe zu tragfähigen Bewertungen gelingen. Ein weiterer konkreter Termin für die nächsten Geschäftszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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