Deutsche Bank Aktie: US-Bankenzahlen belasten zeitweise, 1MDB-Termin rückt näher
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche-Bank-Aktie gab am 14. Oktober nach den Zahlen von Morgan Stanley zeitweise 0,2 Prozent ab.
- Bereits am Vortag hatten Meldungen zu JPMorgan und Goldman Sachs die Aktie belastet.
- Um 13:49 Uhr notierte das Papier bei 29,815 Euro und damit 0,74 Prozent im Plus.
- Am 26. Oktober steht eine Anhörung zur 1MDB-Klage über 1,1 Milliarden US-Dollar an.
Marktanalyse & Details
US-Bankenzahlen geben den Takt vor
Die Deutsche-Bank-Aktie geriet in dieser Woche wiederholt im Umfeld der Quartalsmeldungen großer US-Institute unter Druck. Am 13. Oktober fiel sie nach Nachrichten zu JPMorgan zeitweise auf ein Tagestief; später wurde ein Minus von 0,5 Prozent nach Zahlen von Goldman Sachs gemeldet. Am 14. Oktober gab das Papier nach den Morgan-Stanley-Zahlen zunächst 0,2 Prozent ab.
Der spätere Kursstand zeigt jedoch eine zwischenzeitliche Gegenbewegung: Um 13:49 Uhr lag die Aktie bei 29,815 Euro, 0,74 Prozent über dem Vortag. Die Momentaufnahme am Vormittag und der spätere Kursstand sind daher nicht gleichzusetzen. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus den vorliegenden Marktdaten zufolge 10,2 Prozent.
Analysten-Einordnung: Die Reaktionen zeigen, wie stark kurzfristige Erwartungen an das Investmentbanking und die Kapitalmärkte die Stimmung für Bankaktien prägen. Daraus lässt sich jedoch nicht unmittelbar auf die Geschäftsentwicklung der Deutschen Bank schließen: Die US-Zahlen sind zunächst ein Branchenindikator, kein Ersatz für die eigenen Ergebnisse. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Kursbewegungen rund um Wettbewerberzahlen von der tatsächlichen Ertragslage der Deutschen Bank getrennt betrachtet werden sollten.
Rechtsrisiko bleibt ein eigener Kurstreiber
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem Streit mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB. Die Forderung gegen die Deutsche Bank beläuft sich auf 1,1 Milliarden US-Dollar ohne Zinsen. Eine Anhörung ist für den 26. Oktober angesetzt. Ein Bankensprecher erklärte, das Institut halte an seiner Position fest; zu möglichen Rückstellungen äußerte sich die Bank in den vorliegenden Angaben nicht.
Ein möglicher Vergleich könnte die Unsicherheit mindern, doch ein Ergebnis oder die finanziellen Folgen lassen sich aus den bisher bekannten Informationen nicht ableiten. Der Fall ist deshalb als eigenständiges Rechtsrisiko neben den kurzfristigen Marktreaktionen zu betrachten.
Fazit & Ausblick
Nach den Rücksetzern im Umfeld der US-Bankenzahlen drehte die Deutsche-Bank-Aktie bis zum späteren Kursstand ins Plus. Ob daraus eine nachhaltige Erholung wird, hängt unter anderem von den eigenen Geschäftszahlen und der weiteren Branchenentwicklung ab. Der nächste konkrete Termin aus den vorliegenden Nachrichten ist die Anhörung im 1MDB-Verfahren am 26. Oktober.
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