Delta Air Lines Aktie: UBS sieht Top-Pick trotz höherer Treibstoffkosten
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- UBS stuft Delta Air Lines als Top-Pick unter den Airline-Aktien ein und bestätigt die Kaufempfehlung.
- Wegen gestiegener Treibstoffkosten senkt die Bank ihre Gewinnschätzungen für das dritte und vierte Quartal sowie für 2027.
- Evercore ISI erwartet weiterhin robuste Stückerlöse und verweist auf Deltas wachsenden Anteil am Vorsteuergewinn der vier größten US-Airlines.
- Der zuletzt verfügbare Kurs lag am 2. Oktober bei 74,46 Euro; seit Jahresbeginn steht ein Plus von 26,93 Prozent zu Buche.
Marktanalyse & Details
UBS setzt auf Nachfrage und Delta
Die UBS sieht bei Airline-Aktien trotz höherer Treibstoffkosten ein positives Risiko-Ertrags-Verhältnis. Die Bank hat ihre Gewinnschätzungen für das dritte und vierte Quartal sowie für 2027 gesenkt, hält aber an ihrer positiven Brancheneinschätzung fest. Delta Air Lines ist ihr bevorzugter Titel. Auch Southwest Airlines und Allegiant Travel sind mit „Buy“ bewertet.
Damit stellt die UBS zwei gegenläufige Kräfte gegenüber: Teurerer Treibstoff belastet die Kosten und die erwarteten Gewinne, während die Nachfrage nach Flugreisen das Ertragspotenzial stützt. Die Kaufempfehlung ist also kein Hinweis darauf, dass der Kostendruck verschwunden wäre.
Ertragskraft im Branchenvergleich
Auch Evercore ISI erwartet vor den Quartalsberichten anhaltende Stärke bei den Stückerlösen der US-Airlines. Die Einschätzung stützt sich auf überwiegend konstruktive Nachfrageaussagen der Fluggesellschaften – trotz deutlich höherer Ticketpreise. Zugleich verweist Evercore auf die starke Volatilität bei Treibstoffpreisen und darauf, dass höhere Kosten die Ergebniserwartungen beeinflussen können.
Ein wichtiger Unterschied innerhalb der Branche ist die Fähigkeit, auf Kostenveränderungen zu reagieren. Nach den von Evercore angeführten Berechnungen soll Deltas Anteil am Vorsteuergewinn der vier größten US-Airlines von 42 Prozent im Jahr 2024 auf geschätzte 51 Prozent im Jahr 2026 steigen. Das ist eine Prognose zum Anteil am Branchengewinn, nicht die Aussage, dass Deltas absoluter Gewinn in diesem Umfang wächst.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Delta aus Sicht der Analysten nicht allein von einer starken Gesamtnachfrage profitiert, sondern im Branchenvergleich auch eine robuste Ertragsposition besitzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keinen Schutz vor sinkenden Gewinnschätzungen: Steigende Treibstoffkosten können den Vorteil hoher Nachfrage teilweise aufzehren. Entscheidend wird sein, ob Delta höhere Kosten über Preise und Kapazitätssteuerung auffangen kann.
Aktienkurs im Kontext
Der zuletzt angegebene Kurs an der Lang & Schwarz Exchange lag am 2. Oktober 2026 bei 74,46 Euro; die Aktie beendete den Tag unverändert und lag seit Jahresbeginn 26,93 Prozent im Plus. Diese Kursentwicklung ist ein Kontextwert und belegt für sich genommen nicht, wie der Markt auf die jüngste UBS-Einschätzung reagieren wird.
Fazit & Ausblick
Die positive Einschätzung der UBS hängt daran, dass die Nachfrage den Kostendruck durch Treibstoff zumindest teilweise ausgleicht. Die anstehenden Q3-Berichte dürften zeigen, ob sich die von Evercore erwartete Stärke bei den Stückerlösen in den Ergebnissen widerspiegelt. Für die weitere Entwicklung bleiben neben der Nachfrage vor allem die Treibstoffkosten und Deltas Fähigkeit zur Kostensteuerung maßgeblich.
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