Datadog A Aktie: Wedbush sieht Kaufchance vor Quartalsbericht und bestätigt 275-Dollar-Ziel
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Wedbush bestätigt für Datadog „Outperform“ und ein Kursziel von 275 US-Dollar.
- Analyst Steven Wahrhaftig erwartet vor dem Quartalsbericht am Mittwoch erneut Umsatz über Prognose und einen angehobenen Jahresausblick.
- Die Plattformnutzung ziehe an; der Umsatz könnte die Markterwartung von 1,144 Milliarden US-Dollar übertreffen.
- Als zentrale Risiken gelten die Nutzung durch einen Großkunden und die Kundenbindung im Wettbewerb mit Open-Source-Angeboten.
Marktanalyse & Details
Wedbush setzt auf Wachstum vor den Zahlen
Die Aktie von Datadog geriet am Freitag im Zuge eines breiten Ausverkaufs bei Technologiewerten unter Druck und verlor laut Wedbush rund zwölf Prozent. Der Broker sieht den Rückgang nicht durch unternehmensspezifische Nachrichten ausgelöst und hält das Verhältnis von Chancen zu Risiken vor dem Quartalsbericht deshalb für attraktiv. Wedbush bekräftigte die Einstufung „Outperform“ sowie das Kursziel von 275 US-Dollar.
Steven Wahrhaftig rechnet mit einem weiteren Quartal, in dem Datadog die Erwartungen übertrifft und zugleich die Jahresprognose anhebt. Die Plattformnutzung habe sich beschleunigt. Die Markterwartung für den Umsatz liegt bei 1,144 Milliarden US-Dollar; nach Einschätzung des Analysten ist diese Hürde erreichbar. Der Konsens liegt rund fünf Millionen US-Dollar über dem oberen Ende der Unternehmensprognose. Datadog habe die Umsatzerwartungen in diesem Jahr im Schnitt allerdings um 40 bis 45 Millionen US-Dollar übertroffen. Das Management begründe seinen vorsichtigen Ausblick mit einem Rückgang der Nutzung bei einem großen Kunden.
Kundenbindung und Konzentrationsrisiko
Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Netto-Umsatzbindung und die Abhängigkeit von besonders großen, KI-orientierten Kunden. Datadog beendete das zweite Quartal mit einer Netto-Umsatzbindung im niedrigen 120-Prozent-Bereich, unverändert gegenüber dem Vorquartal. Die Brutto-Umsatzbindung lag im mittleren bis hohen 90-Prozent-Bereich.
- KI-native Kunden stellen laut Wahrhaftig etwa 15 Prozent des Geschäfts.
- Neukunden trugen rund 30 Prozent zum Wachstum im zweiten Quartal bei, nach etwa 25 Prozent im ersten Quartal.
- Der größte Kunde hat seinen Vertrag im Quartal verlängert; damit verlagert sich der Streitpunkt laut Analyst von der Verlängerung auf die tatsächliche Nutzung.
Das senkt das Verlängerungsrisiko, beseitigt aber nicht die Unsicherheit darüber, wie stark der Kunde Datadogs Dienste künftig nutzt. Das Management habe erklärt, die Prognose berücksichtige dessen vereinbarte Mindestabnahme.
Produktbreite als möglicher Wachstumstreiber
Eine weitere offene Frage ist, ob Open-Source-Werkzeuge wie OpenTelemetry die Preissetzungsmacht von Datadog schwächen. Das Unternehmen sieht darin einen möglichen Vorteil, weil sich neue Arbeitslasten einfacher erfassen lassen. Wedbush erwartet, dass dies Kunden helfen könnte, mit der Zeit mehr KI-Anwendungen auf die Plattform zu bringen.
Datadog investiert nach Angaben des Analysten rund 30 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Etwa 22 Prozent der Kunden nutzen bereits mindestens acht Produkte. Eine breitere Nutzung der Observability-Angebote könnte die Kundenbindung stärken und Wachstum über den bestehenden Kundenstamm hinaus unterstützen.
Analysten-Einordnung: Wedbushs Kaufthese stützt sich auf beschleunigte Nutzung, eine wachsende Neukundenbasis und zusätzliche Produktverkäufe. Dies deutet darauf hin, dass die Wachstumsaussichten nicht allein von KI-Großkunden abhängen könnten. Für Anleger bleibt jedoch entscheidend, ob Datadog die erwartete Umsatzdynamik tatsächlich in den Zahlen bestätigt und ob der Nutzungsrückgang beim größten Kunden begrenzt bleibt. Das Kursziel und die positive Einstufung spiegeln die Einschätzung des Brokers wider, nicht eine gesicherte Entwicklung.
Fazit & Ausblick
Datadog veröffentlicht die Ergebnisse des dritten Quartals am Mittwoch vor US-Börsenbeginn. Neben Umsatz und Jahresausblick dürften Anleger besonders auf die Entwicklung der Kundenbindung, die Nutzung durch den größten Kunden und die Nachfrage nach zusätzlichen Produkten achten. Ein Umsatz über der Markterwartung und ein angehobener Ausblick würden die Wedbush-These stützen; eine schwächere Nutzung oder ein zurückhaltender Ausblick könnten sie infrage stellen.
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