CTS Eventim & Aktie: Schulenberg weist persönliches Motiv im Scheuer-Prozess zurück

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Das Wichtigste in Kürze

  1. CTS-Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sagte am 14. Oktober erneut im Prozess gegen Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer aus.
  2. Schulenberg bestritt ein persönliches Interesse am Verfahrensausgang und wies den Vorwurf der Rachsucht zurück.
  3. Er und Kapsch-Chef Georg Kapsch bekräftigten ihre Darstellung eines Angebots, Verträge zur Pkw-Maut bis zur EuGH-Entscheidung aufzuschieben.
  4. Der Prozess wird am 26. Oktober mit der Vernehmung zweier weiterer Unternehmensvertreter fortgesetzt.

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Aussage im Verfahren zur Pkw-Maut

Schulenberg wurde vor dem Landgericht Berlin rund drei Stunden von den Anwälten der Angeklagten befragt. Er erklärte, er habe kein persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens. Auch Kapsch berichtete erneut von dem Treffen im November 2018, bei dem es nach seiner Darstellung um ein mögliches Warten mit den Vertragsabschlüssen bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ging.

Die Anklage wirft Scheuer und dem früheren Staatssekretär Gerhard Schulz vor, im Untersuchungsausschuss des Bundestags bewusst wahrheitswidrig erklärt zu haben, keine Erinnerung an ein solches Verschiebungsangebot zu haben. Beide bestreiten die Vorwürfe. Ihre Schuld ist nicht festgestellt; über den Ausgang des Verfahrens entscheidet das Gericht.

Einordnung für CTS Eventim

Die Unternehmen von Schulenberg und Kapsch waren als Betreiber der geplanten Pkw-Maut vorgesehen. Der Europäische Gerichtshof erklärte das Vorhaben im Juni 2019 für rechtswidrig. Im aktuellen Verfahren geht es um die Aussagen der Angeklagten im Untersuchungsausschuss, nicht um eine neue Geschäfts- oder Ergebniskennzahl von CTS Eventim.

Analysten-Einordnung: Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem ein anhaltendes rechtliches und reputatives Thema rund um den Vorstandschef und das frühere Mautprojekt. Ein unmittelbarer Effekt auf Umsatz oder Gewinn von CTS Eventim lässt sich aus den Zeugenaussagen nicht ableiten. Dies deutet darauf hin, dass für die Aktie kurzfristig eher der weitere Prozessverlauf als eine Veränderung der operativen Geschäftslage relevant ist.

Fazit & Ausblick

Der nächste Prozesstag ist für den 26. Oktober angesetzt; dann sollen zwei weitere Vertreter der beteiligten Unternehmen aussagen. Entscheidend für die weitere Einordnung bleibt, wie das Gericht die Zeugenaussagen und die bestrittenen Vorwürfe bewertet. Ein Urteil oder ein konkreter finanzieller Effekt für CTS Eventim ist den vorliegenden Informationen nicht zu entnehmen.

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