CTS Eventim & Aktie: CEO belastet Scheuer im Pkw-Mautprozess

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Das Wichtigste in Kürze

  1. CTS-Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sagte am 12. Oktober 2026 im Berliner Prozess gegen Andreas Scheuer aus.
  2. Schulenberg berichtete von einem Angebot, Vertragsabschlüsse zur Pkw-Maut bis zur EuGH-Entscheidung aufzuschieben.
  3. Auch Kapsch-Chef Georg Kapsch bestätigte das Gespräch im Verkehrsministerium; Scheuer und der frühere Staatssekretär Gerhard Schulz bestreiten die Vorwürfe.
  4. Die Pkw-Maut wurde 2019 vom EuGH gekippt; aus dem Urteil entstand ein Millionenschaden für den Steuerzahler.

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Zeugenaussagen zum Verschiebungsangebot

Im Prozess gegen den früheren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat CTS-Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg vor dem Landgericht Berlin ausgesagt, er habe Scheuer im November 2018 vorgeschlagen, mit den Vertragsabschlüssen zur Pkw-Maut bis zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zu warten. Kapsch-Chef Georg Kapsch bestätigte, dass Schulenberg bei einem Treffen im Ministerium sinngemäß gesagt habe: Das EuGH-Verfahren laufe ohnehin, man solle warten.

Nach Darstellung Kapschs war der Vorschlag nicht zuvor mit ihm abgestimmt. Im Ministerium sei darauf verwiesen worden, dass Gutachten die Maut für europarechtskonform hielten. Scheuer hatte vor Gericht erklärt, keine Erinnerung an ein Verschiebungsangebot zu haben. Die Anklage wirft Scheuer und dem damaligen Staatssekretär Gerhard Schulz vor, im Bundestags-Untersuchungsausschuss bewusst wahrheitswidrig ausgesagt zu haben. Beide bestreiten die Vorwürfe.

Bedeutung für CTS Eventim und Anleger

CTS Eventim und Kapsch waren als Betreiber der geplanten Pkw-Maut vorgesehen. Die aktuelle Aussage betrifft jedoch zunächst die Aufarbeitung der damaligen Vorgänge und ist keine Meldung zu Umsatz, Gewinn oder Geschäftsentwicklung des Ticketanbieters.

Analysten-Einordnung: Dies deutet vor allem auf eine fortdauernde rechtliche und reputative Verbindung von CTS Eventim mit dem gescheiterten Mautprojekt hin. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst keine belegte Veränderung der operativen Perspektive des Konzerns; entscheidend wäre, ob sich aus dem Verfahren konkrete rechtliche oder finanzielle Folgen für das Unternehmen ergeben. Solche Folgen gehen aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Fazit & Ausblick

Der Prozess muss klären, ob Scheuer und Schulz im Untersuchungsausschuss wissentlich falsch ausgesagt haben. Die Aussagen von Schulenberg und Kapsch stehen dabei den Darstellungen der Angeklagten gegenüber. Ein nächster Verhandlungstermin oder ein Urteil wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

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