Comstock Resources plant 1,65-Mrd.-Dollar-Deal mit SOCAR und startet 450-Mio.-Dollar-JV
Kurzüberblick
- Comstock Resources verhandelt mit SOCAR über den Verkauf von Förder- und Midstream-Beteiligungen für 1,65 Mrd. US-Dollar.
- Die Transaktion umfasst Anteile an den Legacy- und Western-Haynesville-Aktivitäten sowie 15 % an Pinnacle Gas Services.
- Eine Gesellschaft der Familie von Jerry Jones finanziert für rund 450 Mio. US-Dollar den Großteil der Bohr- und Fertigstellungskosten von 27 Haynesville-Bohrungen.
- Die Comstock-Aktie lag am 1. September 2026 um 13:45 Uhr bei 12,83 Euro und damit 3,59 % im Plus, trotz eines Jahresverlusts von 37,51 %.
Marktanalyse & Details
SOCAR steigt bei Haynesville-Aktivitäten ein
Comstock Resources hat mit der staatlichen Ölgesellschaft der Republik Aserbaidschan, SOCAR, eine unverbindliche Absichtserklärung geschlossen. SOCAR oder eine Tochtergesellschaft soll für 1,65 Mrd. US-Dollar in bar Beteiligungen an den US-Erdgasaktivitäten von Comstock erwerben. Der Kaufpreis steht unter dem Vorbehalt üblicher Anpassungen.
Vorgesehen sind ein nicht operativ geführter Anteil von 20 % an Comstocks Beteiligung an den Legacy-Haynesville-Assets sowie zunächst 15 % an Comstocks Beteiligung an den Western-Haynesville-Assets. Dieser Anteil soll nach fünf Jahren und sobald SOCAR eine Rendite von 15 % auf die betreffenden Anlagen erreicht hat, auf 7,5 % sinken. Zusätzlich erhält SOCAR 15 % von Comstocks 73-prozentiger Beteiligung an Pinnacle Gas Services, dem Midstream-Anbieter für die Western-Haynesville-Region.
Die Parteien wollen den endgültigen Kauf- und Verkaufsvertrag bis zum 31. Oktober unterzeichnen und den Abschluss bis Jahresende anstreben. Beide Zeitpläne hängen vom Verhandlungsfortschritt ab. Für das Closing sind zudem übliche Bedingungen sowie gegebenenfalls staatliche und sonstige Genehmigungen erforderlich. Als wirtschaftlicher Stichtag ist der 1. Juli vorgesehen.
Strategische Erdgaspartnerschaft mit SOCAR
Die Vereinbarung geht über den einmaligen Verkauf von Beteiligungen hinaus. SOCAR soll künftig die Möglichkeit erhalten, sich zu denselben Prozentsätzen an neuen Comstock-Projekten in den Bereichen Legacy und Western Haynesville zu beteiligen. Im Gegenzug will SOCAR Comstock beim Zugang zu internationalen Abnehmern für Erdgas unterstützen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Comstock seine Haynesville-Ressourcen stärker international ausrichten und zugleich Kapital für die weitere Entwicklung mobilisieren will. Der geplante Mittelzufluss von 1,65 Mrd. US-Dollar könnte die Bilanz entlasten und den finanziellen Spielraum erhöhen. Entscheidend bleibt jedoch, dass bislang nur eine Absichtserklärung vorliegt und der endgültige Wert von Genehmigungen, Vertragsdetails und dem tatsächlichen Vollzug abhängt.
Jerry-Jones-Familie finanziert 27 Bohrungen
Parallel hat Comstock ein Bohr-Joint-Venture mit Jerry Jones, dem Mehrheitsaktionär des Unternehmens, angekündigt. Ab dem 1. September finanziert eine Gesellschaft der Jones-Familie über die nächsten zwölf Monate rund 450 Mio. US-Dollar an Bohr- und Fertigstellungskosten.
- Finanziert werden 85 % der Kosten für 18 Bohrungen im Western Haynesville.
- Bei neun Bohrungen im Legacy Haynesville übernimmt die Partnerschaft 80 % der Kosten.
- Nach Erreichen einer Rendite von 15 % sollen 50 % der Beteiligung an den Bohrungen an Comstock zurückfallen.
Das Programm soll die Entwicklung und Abgrenzung von Comstocks 545.000 Netto-Acres im Western Haynesville unterstützen. Zugleich entstehen zusätzliche Gasvolumina für Pinnacle Gas Services. Die Finanzierung reduziert den unmittelbaren Kapitalbedarf von Comstock, verwässert aber auch einen Teil der wirtschaftlichen Beteiligung an den betreffenden Bohrungen, solange die vereinbarte Renditeschwelle noch nicht erreicht ist.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein doppeltes Signal: Comstock kann seine Förderbasis ausbauen, ohne die gesamten Investitionskosten selbst zu tragen, und erhält möglicherweise zusätzliche Liquidität aus dem SOCAR-Deal. Dem stehen die Ausführungsrisiken eines noch nicht endgültig vereinbarten Verkaufs sowie die Abhängigkeit von Erdgaspreisen, Fördermengen und der Produktivität der neuen Bohrungen gegenüber.
Aktienreaktion und Handelspause
Der Handel der Comstock-Aktie war am 1. September zunächst wegen anstehender Nachrichten ausgesetzt. Um 13:45 Uhr notierte der Kurs bei 12,83 Euro, was einem Tagesplus von 3,59 % entspricht. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie allerdings weiterhin 37,51 % im Minus. Die positive erste Reaktion signalisiert, dass der Markt den möglichen Bilanz- und Finanzierungseffekt zunächst höher gewichtet als die noch offenen Vollzugsrisiken.
Fazit & Ausblick
Der nächste zentrale Termin ist die angestrebte Unterzeichnung des endgültigen SOCAR-Vertrags bis zum 31. Oktober 2026. Bis zum geplanten Abschluss Ende 2026 sollten Anleger insbesondere auf Genehmigungen, die endgültigen Kaufpreisanpassungen, den Fortschritt des Bohrprogramms und die Entwicklung der Erdgaspreise achten. Erst der Vollzug des 1,65-Mrd.-Dollar-Deals wird zeigen, wie stark sich die Transaktion tatsächlich auf Liquidität und Verschuldung von Comstock Resources auswirkt.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.