Coinbase Global A Aktie: Morgan Stanley stuft ab und senkt Kursziel auf 120 Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Morgan Stanley senkt Coinbase von „Equalweight“ auf „Underweight“ und das Kursziel von 258 auf 120 US-Dollar.
- Die Bank kürzt ihre Umsatzprognosen für 2027 und 2028 um 28 beziehungsweise 18 Prozent.
- Die Schätzungen für das bereinigte EBITDA sinken für dieselben Jahre um 47 beziehungsweise 25 Prozent.
- Als Belastungen nennt der Analyst eine schwächere Erholung der Erträge und Unsicherheit im Kryptomarkt nach dem Binance-Hack.
Marktanalyse & Details
Weniger Vertrauen in die Erholung
Morgan-Stanley-Analyst Michael Cyprys stuft die Coinbase-Aktie auf „Underweight“ herab. Das neue Kursziel von 120 US-Dollar liegt 138 US-Dollar unter dem bisherigen Ziel von 258 US-Dollar. Die Änderung spiegelt laut Cyprys ein deutlich geringeres Vertrauen in die Erholung der Gewinne wider.
Die Prognosekorrekturen reichen über eine bloße Verschiebung des Aufschwungs hinaus: Für 2028 setzt Cyprys das normalisierte bereinigte EBITDA nun bei 2,4 Milliarden US-Dollar an – 14 Prozent unter dem Niveau von 2025, obwohl Coinbase sein Produktangebot erweitert hat. Zusätzlich reduziert Morgan Stanley das Bewertungsmultiple für das EBITDA von 20 auf 12. Die Bank begründet das mit einer unsichereren Ertragslage und begrenztem Potenzial für eine kurzfristige Neubewertung.
Kryptomarkt und Quartalsergebnis als Gegensätze
Als Risiken führt Cyprys jüngere Handelsentwicklungen, einen schwächeren Erlösausblick und Unsicherheit über das Marktumfeld an. Der jüngste Binance-Hack belastet dabei die Einschätzung des Kryptosektors insgesamt; aus den vorliegenden Angaben ergibt sich kein Hinweis auf einen vergleichbaren Vorfall bei Coinbase.
Die Abwärtsrevision steht neben einem gemischten Bild des dritten Quartals 2026: Coinbase erzielte rund 1,22 Milliarden US-Dollar Umsatz und 333 Millionen US-Dollar bereinigtes EBITDA. Das EBITDA legte gegenüber dem Vorquartal um 60 Prozent zu, lag aber 58 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Quartalsanstieg allein reicht daher nicht aus, um die Zweifel an einer nachhaltigen Erholung auszuräumen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Morgan Stanley nicht nur mit späteren Erträgen rechnet, sondern zugleich eine niedrigere Bewertung für Coinbase ansetzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sowohl die Gewinnprognosen als auch das Bewertungsmultiple unter Druck stehen. Das ist die zentrale Begründung für die deutliche Kurszielsenkung; die Einstufung bleibt dabei die Einschätzung eines einzelnen Analysten und ist keine allgemeine Marktprognose.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Einschätzung sind insbesondere die Handelsaktivität im Kryptomarkt, die Entwicklung der Coinbase-Erlöse und die Umsetzung der breiteren Produktstrategie entscheidend. Die vorliegenden Angaben nennen keinen Termin für den nächsten Geschäftsbericht. Bis dahin steht die Frage im Mittelpunkt, ob sich die schwächeren mittelfristigen Prognosen bestätigen oder ob operative Fortschritte eine Erholung stützen.
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