Coca-Cola Aktie: KFC wechselt in den USA von Pepsi zum neuen Getränkepartner
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- KFC in den USA macht Coca-Cola ab Januar 2027 zum Getränkepartner und beendet damit die rund vier Jahrzehnte währende Zusammenarbeit mit PepsiCo.
- Bis zum Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte in allen 3.718 US-Restaurants der Kette verfügbar sein.
- Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.
- In Deutschland wird zugleich über Übergangsfristen für eine geplante Steuer auf stark gezuckerte Getränke gestritten.
Marktanalyse & Details
Neuer Großkunde im US-Restaurantgeschäft
Die US-Sparte von KFC wechselt ihren Getränkelieferanten: Ab Januar 2027 soll Coca-Cola die Partnerschaft übernehmen. Die Umstellung auf die Produkte des Konzerns soll bis zum Frühjahr in allen 3.718 US-Filialen abgeschlossen sein. Damit endet die langjährige Lieferbeziehung mit PepsiCo, die auch nach der Abspaltung von KFC aus dem Konzernverbund von Yum! Brands fortbestand.
Für Coca-Cola bedeutet die Vereinbarung einen prominenten Zugang zu einer großen Restaurantkette und zusätzlichen Absatzgelegenheiten im Außer-Haus-Geschäft. Die Unternehmen haben jedoch keine finanziellen Details genannt. Deshalb lässt sich weder der erwartete Umsatzbeitrag beziffern noch beurteilen, welche Konditionen mit der Partnerschaft verbunden sind.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass Coca-Cola seine Position bei großen US-Gastronomiemarken weiter ausbauen kann. Für Anleger ist der Wechsel strategisch positiv, aber zunächst kein quantifizierbarer Ergebnistreiber: Entscheidend werden die tatsächliche Nachfrage, die Vertragskonditionen und die Umsetzung in den Filialen sein. Der Verlust des KFC-Geschäfts ist zugleich ein sichtbarer Rückschlag für PepsiCo, dessen finanzielle Tragweite ebenfalls nicht beziffert ist.
Zuckersteuer sorgt für regulatorische Unsicherheit
Parallel dazu steht in Deutschland eine mögliche Steuer auf Getränke mit Zuckerzusatz zur Debatte. Unionsfraktionschef Thorsten Frei fordert Übergangsfristen, damit Hersteller ihre Rezepturen anpassen können. Der bisher vorgesehene Start wäre im Juli 2027; aus der CSU kam die Forderung, die Einführung auf Anfang 2028 zu verschieben. Ob und in welcher Form die Regelung beschlossen wird, ist offen.
- Vorgesehen ist die Abgabe für Getränke ab mindestens fünf Gramm Gesamtzucker je 100 Milliliter.
- Betroffen wären unter anderem Limonaden, Eistees und Fruchtsaftgetränke mit Zuckerzusatz; Getränke mit Süßungsmitteln sollen ausgenommen sein.
- Die Regierung stellt für 2027 Einnahmen von 690 Millionen Euro und für 2028 von 925 Millionen Euro in Aussicht.
Für Coca-Cola könnte eine solche Regelung je nach Produktmix Anpassungen bei Rezepturen oder Preisen relevant machen. Die Steuer ist jedoch noch nicht beschlossen, und aus den vorliegenden Angaben geht kein konkreter finanzieller Effekt für das Unternehmen hervor.
Fazit & Ausblick
Der KFC-Wechsel erweitert Coca-Colas Präsenz im US-Restaurantgeschäft, während der Umsatz- und Ergebniseffekt mangels Vertragsangaben zunächst offenbleibt. Im Fokus stehen nun der Beginn der Umstellung im Januar 2027 und der flächendeckende Start bis zum Frühjahr. Für den deutschen Markt bleibt abzuwarten, ob die geplante Zuckersteuer mit Übergangsfrist kommt und wann sie in Kraft tritt.
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