Ciena vor Q3-Zahlen: Analysten erwarten Umsatz- und EPS-Überraschung, Kursziel 720 US-Dollar

Ciena Corp AI Generated

Kurzüberblick

  • Ciena veröffentlicht am 3. September die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026.
  • Analysten erwarten rund 1,70 Milliarden US-Dollar Umsatz und damit mehr als der Konsens von 1,63 Milliarden US-Dollar.
  • Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden 1,90 US-Dollar gegenüber 1,72 US-Dollar Konsens prognostiziert.
  • Die Experten bestätigen ihre Kaufempfehlung und rechnen mit einer dritten Anhebung der FY26-Prognose auf etwa 6,45 Milliarden US-Dollar.

Marktanalyse & Details

Hyperscale-Aufträge sollen Wachstum beschleunigen

Ciena entwickelt optische Netzwerksysteme, Routing- und Switching-Lösungen sowie Automatisierungssoftware für die Datenübertragung. Im Mittelpunkt der aktuellen Erwartungen stehen sogenannte Scale-across-Aufträge von Hyperscale-Kunden. Dabei geht es um die breitere Ausrollung bereits eingesetzter Netzwerktechnik über weitere Rechenzentrumsstandorte hinweg.

Der Auftragsbestand war zum Ende des zweiten Quartals um mehr als 600 Millionen US-Dollar auf den Rekordwert von 7,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das Management hatte zudem signalisiert, das Geschäftsjahr mit einem noch höheren Auftragsbestand beenden zu wollen. Die Analysten sehen im dritten Quartal nun Anzeichen dafür, dass die Nachfrage dieser großen Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber wieder stärker sichtbar wird.

Umsatz, Gewinn und Margen über den Erwartungen

  • Der erwartete Quartalsumsatz von rund 1,70 Milliarden US-Dollar liegt über dem Konsens von etwa 1,63 Milliarden US-Dollar und dem Prognosemittelpunkt von 1,625 Milliarden US-Dollar.
  • Beim bereinigten EPS werden etwa 1,90 US-Dollar erwartet, verglichen mit 1,72 US-Dollar im Analystenkonsens.
  • Die bereinigte Bruttomarge soll mit rund 45,5 Prozent leicht über der Unternehmensprognose von 45 Prozent plus oder minus 0,5 Prozentpunkten liegen.
  • Für das Gesamtjahr wird eine dritte Anhebung der FY26-Prognose auf etwa 6,45 Milliarden US-Dollar plus oder minus 100 Millionen US-Dollar erwartet. Das implizierte Wachstum würde damit in den mittleren 30-Prozent-Bereich steigen, nach bislang 32 Prozent.

Die erwartete Größenordnung entspräche einem Umsatzplus von ungefähr 5 Prozent und einem EPS-Vorsprung von rund 12 Prozent gegenüber den jeweiligen Konsensschätzungen. Damit wäre das Muster ähnlich wie im zweiten Quartal, als Ciena die Erwartungen ebenfalls deutlich übertraf.

Aktie bleibt trotz Korrektur stark gelaufen

Die Ciena-Aktie hatte seit ihrem Juni-Hoch rund 40 Prozent korrigiert. Als Belastungsfaktor gilt, dass neben Ciena auch Nokia über Infinera sowie Cisco über Acacia und Silicon One P200 um Marktanteile in diesem Netzwerksegment konkurrieren. Die vorliegenden Marktdaten zeigen dennoch eine starke Jahresbilanz: Am 28. August lag der Kurs in Euro bei 325,80 Euro, die bisherige Jahresperformance betrug plus 63,72 Prozent.

Das Kursziel von 720 US-Dollar liegt deutlich über dem zuletzt genannten Schlusskurs von 395,79 US-Dollar. Ein Kursziel ist jedoch keine Garantie für eine entsprechende Wertentwicklung und hängt insbesondere davon ab, ob Ciena die erwartete Nachfrage in Umsatz und Margen umsetzen kann.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass sich die Erwartungen nach der deutlichen Korrektur realistischer als vor den Juni-Zahlen darstellen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass ein überzeugender Quartalsbericht allein möglicherweise nicht genügt: Entscheidend dürften der Auftragseingang im Hyperscale-Geschäft, eine erneute Prognoseanhebung und belastbare Aussagen zur Margenentwicklung sein. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb ein wesentliches Risiko für die langfristige Wachstumsstory.

Fazit & Ausblick

Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Ciena-Zahlen am 3. September. Bestätigen sich die Erwartungen von rund 1,70 Milliarden US-Dollar Umsatz, 1,90 US-Dollar bereinigtem EPS und einer höheren FY26-Prognose, könnte die Wachstumsstory vor dem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 im Dezember neuen Auftrieb erhalten. Anleger sollten besonders darauf achten, ob die Skalierung der Hyperscale-Aufträge tatsächlich mit stabilen oder steigenden Bruttomargen einhergeht.

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