Chevron Aktie: Quartalsgewinn steigt auf 9,92 Milliarden Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Chevron steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal auf 9,92 Milliarden US-Dollar, gegenüber 3,54 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie von 5,28 US-Dollar übertraf die Analystenschätzung von 4,87 US-Dollar.
- Der Umsatz legte um 35 Prozent auf 65,24 Milliarden US-Dollar zu; der operative Cashflow erreichte 16,01 Milliarden US-Dollar.
- Vorbörslich gewann die Aktie rund 1,5 Prozent, nachdem höhere Ölpreise und Raffineriemargen das Ergebnis gestützt hatten.
Marktanalyse & Details
Höhere Margen treiben das Quartalsergebnis
Chevron profitierte im dritten Quartal von kräftig gestiegenen Rohölpreisen und höheren Raffineriemargen. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal von 3,54 Milliarden auf 9,92 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,85 auf 5,28 US-Dollar und lag damit 41 Cent über der Markterwartung.
Auch der Umsatz entwickelte sich deutlich besser: Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 65,24 Milliarden US-Dollar. Der operative Cashflow erhöhte sich von 9,4 auf 16,01 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow belief sich auf 12 Milliarden US-Dollar.
Produktion und Raffinerien auf hohem Niveau
In den USA lag Chevrons Förderung zum fünften Mal in Folge über zwei Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Sie war damit 27 Prozent höher als zwei Jahre zuvor. Zugleich meldete der Konzern einen Rekord beim US-Raffineriedurchsatz; die Auslastung der Raffinerien betrug 98 Prozent. Rekordwerte bei der Produktion verzeichnete Chevron außerdem im östlichen Mittelmeer und in Australien.
Für weiteres Wachstum planen die Joint Ventures des Konzerns in Venezuela Investitionen von insgesamt sieben Milliarden US-Dollar über fünf Jahre. Chevron begründet das Vorhaben mit dem Ziel, zusätzliche Produktion zu vergleichsweise niedrigen Kosten zu erschließen. Im Bakken-Gebiet sollen Vereinbarungen zudem die Kosten für den Midstream-Bereich deutlich senken.
Analysten-Einordnung
Der Ergebnissprung ist ein starkes Quartalssignal, hängt aber auch von den günstigen Marktbedingungen ab. Dies deutet darauf hin, dass Chevron derzeit sowohl von seiner Förderbasis als auch von hohen Raffineriemargen profitiert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Produktionswachstum und operative Effizienz stützen die Perspektive, während ein Teil der Gewinnstärke von Ölpreisen und Raffineriemargen abhängt und daher nicht ohne Weiteres fortgeschrieben werden sollte.
Die vorbörsliche Kursreaktion von rund plus 1,5 Prozent spiegelt die deutliche Ergebnisüberraschung wider. Eine parallel bekannt gewordene positive Analysteneinschätzung hob zudem Chevrons Wachstumspotenzial in internationalen Projekten und die starken Raffineriemargen hervor.
Fazit & Ausblick
Chevron geht mit kräftigem Cashflow, hoher Raffinerieauslastung und geplanten Investitionen in Venezuela in das nächste Quartal. Entscheidend wird sein, ob Förderwachstum und Margen die Ergebnisse auch bei weniger günstigen Rohstoffbedingungen tragen können. Einen Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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