Campbell’s rutscht in Q4-Verlust und kürzt die Dividende um 36 Prozent

Campbell's Co., The AI Generated

Kurzüberblick

  • Campbell’s meldet für das vierte Quartal einen Nettoverlust nach einem Gewinn im Vorjahr.
  • Der Quartalsumsatz erreichte 2,137 Milliarden US-Dollar, das bereinigte EPS lag mit 0,39 US-Dollar im Rahmen der Erwartungen.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Campbell’s einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 Prozent und ein bereinigtes EPS von 1,65 bis 1,80 US-Dollar.
  • Der Konzern senkt die Quartalsdividende von 0,39 auf 0,25 US-Dollar und plant bis zum Geschäftsjahr 2030 Kosteneinsparungen von 500 Millionen US-Dollar.

Campbell’s steht nach den Quartalszahlen vor einem schwierigen Geschäftsjahr. Der Lebensmittelkonzern verfehlte beim Umsatz die Schätzung knapp, rutschte im vierten Quartal in die Verlustzone und gab einen deutlich schwächeren Ausblick für das Geschäftsjahr 2027. Zusätzlich soll die Dividendenkürzung um 36 Prozent den Schuldenabbau beschleunigen.

Die Reaktion des Marktes fiel deutlich aus: Die Aktie notierte am 3. September 2026 um 16:18 Uhr bei 18,468 Euro und lag damit 9,89 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Rückgang auf 22,66 Prozent.

Marktanalyse & Details

Quartalsergebnis und Prognose

Campbell’s erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 2,137 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht unter der Schätzung von 2,144 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,39 US-Dollar und entsprach den Erwartungen. Der organische Umsatz ging im Quartal um 1 Prozent zurück. Gleichzeitig belastete die Kosteninflation die Bruttomarge, die sich um 190 Basispunkte verschlechterte.

Für das Gesamtjahr 2026 meldete Campbell’s einen Umsatz von 9,744 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank um 27 Prozent auf 2,17 US-Dollar.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2027 signalisiert eine weitere Abschwächung:

  • Bereinigtes EPS: 1,65 bis 1,80 US-Dollar, rund 17 bis 24 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2026
  • Nettoumsatz: Rückgang um 2 bis 4 Prozent
  • Bereinigtes EBIT: erwarteter Rückgang um 7 bis 12 Prozent

Campbell’s begründet die vorsichtige Prognose mit einem weiterhin volatilen Umfeld, anhaltend hoher Inflation und einem zurückhaltenden Konsum. Die Prognose berücksichtigt die derzeit bekannten politischen Rahmenbedingungen und Zölle, enthält jedoch keine möglichen Auswirkungen neuer oder veränderter Zollsätze.

Dividendenkürzung und Schuldenabbau

Der Verwaltungsrat setzte die Quartalsdividende auf 0,25 US-Dollar je Aktie fest. Zuvor hatte Campbell’s 0,39 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet. Auf Jahresbasis sinkt die Dividende damit von 1,56 auf 1,00 US-Dollar je Aktie. Die Zahlung soll am 2. November 2026 an Aktionäre erfolgen, die am 1. Oktober 2026 eingetragen sind.

Die frei werdenden Mittel sollen vorrangig zur Reduzierung der Verschuldung eingesetzt werden. Nach vorliegenden Analystenangaben lag das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA zuletzt bei rund 4,3. Parallel startet Campbell’s ein neues Sparprogramm mit einem Zielvolumen von 500 Millionen US-Dollar bis zum Geschäftsjahr 2030. Dazu gehören unter anderem Werksschließungen, eine Optimierung der direkten und indirekten Ausgaben sowie bereits vollzogene Personalmaßnahmen.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass Campbell’s die finanzielle Stabilisierung derzeit höher gewichtet als die Aufrechterhaltung der bisherigen Ausschüttung. Die Dividendenkürzung verbessert zwar den finanziellen Spielraum für den Schuldenabbau, ist für einkommensorientierte Anleger jedoch ein klarer Einschnitt. Zugleich zeigt der schwache Ausblick, dass die geplanten Einsparungen den Margendruck kurzfristig noch nicht vollständig ausgleichen dürften.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Aktie vorerst stärker von der Umsetzung des Sparprogramms und der Entwicklung der Konsumnachfrage abhängt als von der Dividendenrendite. Positiv wäre, wenn die Kostensenkungen ab dem Jahresverlauf 2027 die Bruttomarge stabilisieren. Bis dahin bleiben der erwartete Umsatzrückgang, die hohe Verschuldung und mögliche zusätzliche Zollbelastungen zentrale Risiken.

Fazit & Ausblick

Campbell’s kombiniert einen schwachen Jahresausblick mit einer deutlichen Dividendenkürzung und einem ambitionierten Sparprogramm. Der nächste konkrete Termin für Anleger ist die reduzierte Dividendenzahlung am 2. November 2026. Entscheidend für eine nachhaltige Erholung der Aktie wird sein, ob der Konzern die angekündigten Einsparungen tatsächlich in eine bessere Marge, geringere Schulden und eine Stabilisierung des organischen Umsatzes umwandeln kann.

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