Bristol-Myers Squibb Aktie: Zwei Phase-3-Erfolge stärken die Pipeline
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Bristol Myers Squibb meldet für admilparant in der Phase-3-Studie ALOFT-IPF einen statistisch signifikanten Erfolg mit der 60-mg-Dosis.
- Die höhere Dosis von 120 mg verlangsamte den Rückgang der Lungenfunktion, erreichte aber keine statistische Signifikanz.
- Auch die Zwischenanalyse der Phase-3-Studie ACTION-1 zu RYZ101 erreichte den primären Endpunkt beim progressionsfreien Überleben.
- Die Bristol-Myers-Squibb-Aktie notierte am 12. Oktober bei 54,53 Euro und lag 3,08 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Admilparant erreicht Studienziel bei Lungenfibrose
In der Studie ALOFT-IPF wurde das Prüfpräparat bei Erwachsenen mit idiopathischer Lungenfibrose über mindestens 52 Wochen in zwei Dosierungen gegen Placebo untersucht. Die 60-mg-Dosis verbesserte den primären Endpunkt: Die absolute Veränderung der forcierten Vitalkapazität (FVC) gegenüber dem Ausgangswert fiel in Woche 52 statistisch signifikant günstiger aus als unter Placebo. Bei 120 mg verlangsamte sich der Rückgang der FVC zwar, der Unterschied war jedoch nicht statistisch signifikant.
Bristol Myers zufolge war das Sicherheitsprofil bei beiden Dosierungen gut verträglich; Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse seien selten gewesen und ähnlich häufig wie in der Placebogruppe. Die Ergebnisse sind bislang Topline-Daten und belegen noch keine Zulassung oder einen kommerziellen Erfolg.
RYZ101 zeigt Wirkung in ACTION-1
In der geplanten Zwischenanalyse der Phase-3-Studie ACTION-1 erreichte RYZ101 den primären Endpunkt. Bei Patienten mit somatostatinrezeptor-positiven gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren, deren Erkrankung nach einer Lutetium-177-Therapie fortgeschritten war, verbesserte das Mittel das progressionsfreie Überleben statistisch signifikant und klinisch bedeutsam. Die Sicherheitsdaten entsprachen dem bekannten Profil des Präparats.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte RYZ101 im August 2026 den Orphan-Drug-Status für GEP-NETs gewährt. Bristol Myers will mit der Behörde die nächsten Schritte in Richtung eines möglichen Zulassungsantrags besprechen. Ausführliche Studienergebnisse stehen noch aus.
Analysten-Einordnung und Börsenreaktion
Analysten-Einordnung: Zwei positive späte Studienmeldungen an einem Tag verbreitern die klinische Perspektive von Bristol Myers in unterschiedlichen Krankheitsfeldern. Besonders relevant ist, dass admilparant den primären Endpunkt nur mit der niedrigeren Dosis erreichte; die Daten zur höheren Dosis sind kein gleichwertiger statistischer Wirksamkeitsnachweis. Bei RYZ101 stützt das Erreichen des primären Endpunkts die weitere Entwicklung, ersetzt aber weder die Prüfung vollständiger Daten noch eine behördliche Zulassung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung einen Pipeline-Fortschritt, nicht bereits zusätzliche gesicherte Umsätze. Die Aktie lag laut den vorliegenden Marktdaten am frühen Nachmittag bei 54,53 Euro, ein Plus von 3,08 Prozent.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die vollständigen Daten zu beiden Studien und die Gespräche zu RYZ101 mit der FDA. Bristol Myers erwartet zudem die Topline-Ergebnisse der Studie ALOFT-PPF zu admilparant früh im kommenden Jahr. Diese Daten können zeigen, ob sich das Potenzial des Wirkstoffs auch bei progressiver pulmonaler Fibrose bestätigt.
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