Boeing entdeckt Softwarefehler in der 737 MAX: Automatische Navigation kann nach Fehlanflug ausfallen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Boeing hat einen Softwarefehler entdeckt, der bei einigen 737-MAX-Maschinen die automatische vertikale Navigation nach einem abgebrochenen Landeversuch beeinträchtigen kann.
  2. Betroffene Piloten können laut Boeing auf eine niedrigere Automatisierungsstufe wechseln und das System mit mehreren Schritten wieder aktivieren.
  3. Der Flugzeugbauer informierte Airlines im August; die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft den Fall.
  4. Wie viele der mehr als 2.000 ausgelieferten 737 MAX betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

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Was der Fehler im Landeanflug bewirken kann

Der Softwarefehler kann dazu führen, dass nach einem abgebrochenen Landeversuch die automatisierte vertikale Navigation bei einem weiteren Anflug zunächst nicht verfügbar ist. Die Besatzung muss dann vorübergehend mit einer niedrigeren Automatisierungsstufe arbeiten. Boeing zufolge sind Piloten dafür geschult, das Flugzeug auch ohne die betreffende Automatisierung zu landen; das System lasse sich über eine Abfolge von Schritten wieder einschalten.

Boeing arbeitet an einem Software-Update, das den Fehler dauerhaft beheben soll. Ein Termin für die Bereitstellung wurde bislang nicht genannt. Der Konzern hatte die Fluggesellschaften nach eigenen Angaben bereits im August informiert und den Fehler als nicht sicherheitsrelevant eingestuft. Die FAA prüft den Sachverhalt. Wie viele Maschinen betroffen sind und ob beziehungsweise welche Änderungen die Aufsicht verlangt, ist offen.

Relevanz für Airlines und Boeing

Berichten zufolge wollen die US-Fluggesellschaften Southwest und United vorerst keine Flugzeuge mit dem Softwarefehler abnehmen. Sollte sich das bestätigen, könnte die Störung neben dem technischen Aufwand auch Boeings Auslieferungen und die Planung der Airlines beeinflussen. Eine verbindliche Aussage zum Umfang möglicher Verzögerungen liegt jedoch nicht vor.

Analysten-Einordnung: Dies deutet weniger auf einen Ausfall der manuellen Flugsteuerung als auf eine Einschränkung einer automatisierten Funktion in einer anspruchsvollen Flugphase hin. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung dennoch ein zusätzliches Qualitäts- und Ausführungsrisiko: Entscheidend sind nun die Zahl der betroffenen Flugzeuge, der Zeitplan für die Korrektur und die Bewertung durch die FAA. Die Vorgeschichte der 737 MAX erhöht die öffentliche und regulatorische Aufmerksamkeit, belegt für sich genommen aber keinen Zusammenhang mit früheren Unfällen.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt stehen jetzt die Ergebnisse der FAA-Prüfung und die Umsetzung des Software-Updates. Solange Umfang und Zeitplan ungeklärt sind, lässt sich die mögliche Auswirkung auf Auslieferungen und Kosten nicht belastbar beziffern. Boeing hat bislang keinen Termin für die dauerhafte Fehlerbehebung genannt.

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