Blue Owl Capital: Oracle hält Zahlungen für New-Mexico-Rechenzentrum trotz Stromrisiko aufrecht

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Oracle will Investoren zufolge Zahlungen fortführen, selbst wenn das Rechenzentrum Project Jupiter zunächst keinen Strom erhält.
  2. Oracle hat wegen der Stromversorgung eine Force-Majeure-Mitteilung an den Projektentwickler, eine Tochter von Blue Owl Capital, geschickt.
  3. Wird die erste Bauphase nicht bis zum ersten Halbjahr 2027 fertig, sieht der Vertrag laut einem Insider Ersatzleistungen für bis zu drei Jahre vor.
  4. Blue Owl erklärte, die Mitteilung ändere nichts an den finanziellen Verpflichtungen für das mehrjährige Projekt.

Marktanalyse & Details

Force-Majeure-Mitteilung sorgt für Unsicherheit

Oracle hat im Zusammenhang mit Project Jupiter in New Mexico eine Force-Majeure-Mitteilung an Blue Owl Capital übermittelt. Hintergrund sind Probleme bei der Stromversorgung und Verzögerungen im Genehmigungsverfahren, gegen das es lokalen Widerstand gibt. Oracle erklärte, solche Mitteilungen seien bei großen Vorhaben üblich und dienten dazu, vertragliche Rechte zu wahren. Zugleich bekräftigte das Unternehmen, das Projekt liege weiter im Zeitplan.

Die Mitteilung hatte zunächst Sorgen ausgelöst, Oracle könne Zahlungen aufschieben, falls das Rechenzentrum nicht wie geplant in Betrieb geht. Nach den vorliegenden Angaben hat Oracle Investoren jedoch zugesichert, Zahlungen auch dann fortzusetzen, wenn die Anlage vor dem Start keinen Strom erhält. Ein Insider sagte zudem, das Risiko der Stromlieferung liege bei Oracle und nicht bei den Investoren. Die genauen Vertragsfolgen der Force-Majeure-Mitteilung sind öffentlich nicht vollständig bekannt.

Vertragliche Zahlungen könnten Verzögerungen abfedern

Nach Angaben aus dem Projektumfeld muss Oracle eine Zahlung für Vorhaltekosten anstelle von Miete leisten, falls die erste Phase nicht bis zum im Vertrag genannten Termin im ersten Halbjahr 2027 bereit ist. Diese Zahlung könnte laut einem Insider bis zu drei Jahre anfallen. Die Angaben beziehen sich auf die erste Bauphase; eine frühere Meldung hatte den geplanten Start des Gesamtprojekts mit 2028 beschrieben.

Blue Owl erklärte, die Mitteilung ändere nichts an den finanziellen Verpflichtungen für das mehrjährige Projekt; beide Seiten seien weiterhin aufeinander abgestimmt. Die Blue-Owl-Aktie verlor nach der ersten Meldung am 24. September rund drei Prozent und notierte bei 9,32 US-Dollar. Diese Marktreaktion fiel in eine Phase, in der die möglichen Folgen des Schreibens noch unklar waren.

Analysten-Einordnung: Die Zusage fortlaufender Zahlungen und die vertragliche Vorhaltekostenregelung sprechen dafür, dass eine Verzögerung nicht automatisch zu einem unmittelbaren Ausfall der Einnahmen für Blue Owl oder die Investoren führen muss. Dies deutet darauf hin, dass das größere Risiko zunächst in Bau- und Zeitplanunsicherheit liegt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keine Entwarnung: Entscheidend bleibt, ob Oracle die Zahlungsverpflichtungen tatsächlich wie beschrieben erfüllt und ob Stromversorgung sowie Genehmigungen rechtzeitig gesichert werden.

Fazit & Ausblick

Für die Bewertung des Projekts sind die Fertigstellung der ersten Phase bis zum ersten Halbjahr 2027 und die Klärung der Stromversorgung die nächsten wichtigen Punkte. Anleger sollten außerdem auf weitere Aussagen von Oracle und Blue Owl zu Vertragsfolgen und Zeitplan achten. Die bislang kommunizierten Zusicherungen begrenzen das wahrgenommene Zahlungsrisiko, beseitigen aber nicht die operativen Unsicherheiten rund um Project Jupiter.

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