Blackstone verhandelt Verkauf der Pony-Express-Pipeline für rund 2 Mrd. US-Dollar
Kurzüberblick
- Blackstone verhandelt über den Verkauf der Pony-Express-Ölpipeline an Enbridge für rund 2 Mrd. US-Dollar.
- Die Pipeline gehört zur Blackstone-Tochter Tallgrass Energy; eine endgültige Vereinbarung steht noch aus.
- Eine Bekanntgabe könnte in den kommenden Tagen erfolgen, ist aber nicht bestätigt.
- Der Blackstone Private Credit Fund begrenzte Rücknahmen erneut auf 5 Prozent, nachdem Rückgabewünsche von rund 10 Prozent eingegangen waren.
Marktanalyse & Details
Möglicher Milliardenverkauf der Infrastruktur
Blackstone befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Enbridge über den Verkauf der Pony-Express-Rohölpipeline in den USA. Als möglicher Kaufpreis stehen rund 2 Mrd. US-Dollar im Raum. Verkäufer wäre Tallgrass Energy, eine Infrastrukturplattform im Besitz von Blackstone.
Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen. Zwar könnte eine Transaktion bereits in den kommenden Tagen angekündigt werden, eine endgültige Entscheidung ist jedoch bislang nicht gefallen. Sollte der Deal zustande kommen, würde er zu den drei größten Kanada-USA-Transaktionen des laufenden Jahres zählen.
Strategische Bedeutung für Blackstone
Ein Verkauf würde Blackstone zusätzliche Liquidität verschaffen und zugleich einen Teil des Werts aus dem Infrastrukturportfolio realisieren. Für Enbridge wäre die Transaktion eine Möglichkeit, die Position im US-amerikanischen Energietransport auszubauen. Der mögliche Preis zeigt zudem, dass etablierte Pipeline-Infrastruktur trotz der schwankenden Energie- und Kapitalmärkte weiterhin auf strategisches Interesse stößt.
- Transaktionswert: rund 2 Mrd. US-Dollar
- Verkäufer: Tallgrass Energy im Blackstone-Konzern
- Potentieller Käufer: Enbridge
- Status: fortgeschrittene Gespräche, aber noch kein finaler Abschluss
Rücknahmebegrenzung beim Private-Credit-Fonds
Parallel dazu begrenzte der Blackstone Private Credit Fund die Rücknahmen erneut auf 5 Prozent. Dem standen Rückgabewünsche von rund 10 Prozent der Anteile gegenüber. Die Maßnahme bedeutet, dass Anleger ihre beantragten Rückgaben nicht vollständig und sofort durchsetzen können.
Analysten-Einordnung: Dies deutet auf anhaltenden Liquiditätsdruck im Private-Credit-Fonds hin, ist aber nicht automatisch ein Hinweis auf ein Problem der gesamten Blackstone-Gruppe. Private-Credit-Fonds investieren in illiquide Kredite und müssen Rücknahmen deshalb häufig an die Liquidierbarkeit ihrer Vermögenswerte anpassen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Liquiditätsbedingungen einzelner Fonds klar von der operativen Entwicklung des Mutterkonzerns getrennt betrachtet werden sollten. Der mögliche Pipeline-Verkauf könnte die Portfolioumstrukturierung und den Mittelzufluss unterstützen, löst die Rücknahmebeschränkung des Fonds jedoch nicht unmittelbar auf.
Aktienmarkt im Blick
Die Blackstone-Aktie notierte am 9. September 2026 an der Lang & Schwarz Exchange bei 111,15 Euro. Im Tagesverlauf lag sie 3,43 Prozent im Minus; seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 15 Prozent. Der Kursdruck spiegelt damit ein anspruchsvolles Marktumfeld für alternative Vermögensverwalter wider. Entscheidend wird sein, ob Blackstone weitere Vermögenswerte zu attraktiven Preisen monetarisieren kann und ob sich die Liquiditätssituation in den privaten Kreditfonds stabilisiert.
Fazit & Ausblick
Der mögliche Verkauf der Pony-Express-Pipeline wäre für Blackstone eine bedeutende Infrastrukturtransaktion und könnte kurzfristig Liquidität freisetzen. Anleger sollten zunächst auf die Bestätigung eines verbindlichen Kaufvertrags achten. Ebenso wichtig bleiben die Entwicklung der Rücknahmeanträge beim Private Credit Fund und mögliche weitere Angaben zur Liquiditäts- und Portfoliostrategie von Blackstone.
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