BlackBerry übertrifft Q2-Erwartungen und hebt Umsatzprognose für FY2027 an
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BlackBerry erzielt im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 163,3 Millionen US-Dollar – 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie erreicht 0,07 US-Dollar und übertrifft die Erwartung von 0,04 US-Dollar.
- Das Unternehmen hebt seine Jahresumsatzprognose auf 616 bis 636 Millionen US-Dollar an.
- QNX wächst dank der Nachfrage nach Fahrzeugsoftware um 27 Prozent auf 80,3 Millionen US-Dollar Umsatz.
Marktanalyse & Details
Umsatz- und Gewinnüberraschung
BlackBerry hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem Gewinn je Aktie übertroffen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 163,3 Millionen US-Dollar. Analystenschätzungen lagen je nach Erhebung zwischen rund 142,6 und 145,6 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,07 US-Dollar, verglichen mit einer Konsenserwartung von 0,04 US-Dollar.
Auch unter dem GAAP-Rechnungsstandard blieb BlackBerry profitabel: Das Nettoergebnis lag bei 33,9 Millionen US-Dollar. Damit meldet das Unternehmen das sechste Quartal in Folge mit einem positiven GAAP-Ergebnis. Der operative Cashflow erhöhte sich von 3,4 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf 29,3 Millionen US-Dollar.
QNX treibt das Wachstum
Wesentlichen Rückenwind lieferte die QNX-Sparte, deren Umsatz um 27 Prozent auf 80,3 Millionen US-Dollar zunahm. Die Software kommt unter anderem in sicherheitskritischen Fahrzeugfunktionen zum Einsatz. BlackBerry verweist auf die zunehmende Verbreitung softwaredefinierter Fahrzeuge und auf den Einsatz seiner Software in mehreren Fahrzeugbereichen.
Ein strategischer Fortschritt ist der erste Designauftrag für Alloy Kore bei Coretura, dem von Volvo Group und Daimler Truck gegründeten Anbieter einer Plattform für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge. BlackBerry zufolge könnte die Vereinbarung den QNX-Lizenzauftragsbestand um mehr als 100 Millionen US-Dollar erhöhen. Das ist ein mögliches künftiges Geschäft, aber noch kein bereits verbuchter Umsatz.
Jahresprognose steigt, nächstes Quartal bleibt gemischt
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet BlackBerry nun einen Umsatz von 616 bis 636 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 594 bis 621 Millionen US-Dollar gelegen. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie liegt bei 0,19 bis 0,22 US-Dollar; für das bereinigte EBITDA nennt das Unternehmen 141 bis 158 Millionen US-Dollar.
Für das dritte Quartal stellt BlackBerry 143 bis 154 Millionen US-Dollar Umsatz und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,04 bis 0,05 US-Dollar in Aussicht. Die Umsatzspanne umfasst damit die Markterwartung von etwa 150 Millionen US-Dollar; beim Gewinn je Aktie liegt das obere Ende auf Höhe der Konsensschätzung von 0,05 US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus starkem QNX-Wachstum, höherem Cashflow und einer angehobenen Jahresprognose spricht dafür, dass BlackBerry seine operative Entwicklung verbessert. Entscheidend bleibt, ob Designaufträge wie Alloy Kore tatsächlich in wiederkehrende Lizenz- und Royalty-Umsätze übergehen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein verbessertes Wachstumssignal, aber noch keinen Beleg dafür, dass sich der jüngste Kurssprung dauerhaft durch steigende Erträge rechtfertigt.
Zum angegebenen Kurszeitpunkt am 24. September notierte die Aktie an der Lang & Schwarz Exchange bei 7,72 Euro, ein Tagesplus von 4,18 Prozent. Seit Jahresbeginn lag sie 135,37 Prozent im Plus. Diese starke bisherige Entwicklung erhöht die Bedeutung der kommenden Quartale: Der Markt dürfte genau beobachten, ob BlackBerry die angehobenen Ziele erreicht.
Fazit & Ausblick
BlackBerry liefert ein überzeugendes Quartal und hebt die Jahresumsatzprognose an. Für die weitere Bewertung sind vor allem das Wachstum von QNX, die Umsetzung neuer Designaufträge und die Entwicklung des Cashflows maßgeblich. Als nächster kurzfristiger Prüfstein gilt das dritte Quartal mit der Umsatzprognose von 143 bis 154 Millionen US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,04 bis 0,05 US-Dollar.
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