BHP Aktie: Kupferförderung bricht ein, Jahresziele bleiben bestätigt

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Das Wichtigste in Kürze

  1. BHP förderte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 400.700 Tonnen Kupfer – 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  2. Wartungsarbeiten und wetterbedingte Störungen in Chile belasteten die Produktion.
  3. BHP bestätigte seine Förderziele für das Gesamtjahr; der realisierte Kupferpreis stieg zugleich um 53 Prozent auf 7,01 US-Dollar je Pfund.
  4. Eisenerz legte im Quartal um 4 Prozent auf 66,5 Millionen Tonnen zu.

Marktanalyse & Details

Chile-Störungen drücken Kupferausstoß

Der Rückgang auf 400.700 Tonnen gegenüber 494.000 Tonnen im Vorjahresquartal ist vor allem auf planmäßige Wartungsarbeiten und Betriebsstörungen in Chile zurückzuführen. Extreme Wetterbedingungen beeinträchtigten BHPs dortige Minen. Das Unternehmen bezeichnete das Quartal als besonders wartungsintensiv und verwies zudem auf Sicherheitsstopps.

Der Produktionsrückgang fällt stärker aus als bei Anglo American: Dessen Kupferförderung sank im vergleichbaren Zeitraum um 5 Prozent auf 175.000 Tonnen. Der Vergleich unterstreicht, wie unterschiedlich sich die Störungen auf die großen Produzenten auswirken können – und wie stark BHPs Quartalszahlen derzeit von Chile abhängen.

Höherer Kupferpreis, Eisenerz mit gemischtem Bild

Der realisierte Kupferpreis stieg im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 7,01 US-Dollar je Pfund. Das federt den Mengeneinbruch teilweise ab, lässt aber allein keine Aussage über die Entwicklung des Gewinns zu. Bei Eisenerz erhöhte BHP die Produktion um 4 Prozent auf 66,5 Millionen Tonnen, während der realisierte Preis um 9 Prozent auf 76,27 US-Dollar je Tonne sank. Die Kokskohleförderung stieg um 1 Prozent auf 4,9 Millionen Tonnen, die Kraftwerkskohleförderung um 26 Prozent auf 4,4 Millionen Tonnen.

  • Kupfer: 400.700 Tonnen, minus 19 Prozent
  • Eisenerz: 66,5 Millionen Tonnen, plus 4 Prozent
  • Kokskohle: 4,9 Millionen Tonnen, plus 1 Prozent
  • Kraftwerkskohle: 4,4 Millionen Tonnen, plus 26 Prozent

Analysten-Einordnung: Dass BHP trotz des kräftigen Kupferrückgangs an seiner Jahresprognose festhält, signalisiert, dass das Management mit einer Erholung der Förderung in den kommenden Quartalen rechnet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die bestätigte Jahresprognose vorerst Orientierung bietet, die Ausführung aber entscheidend bleibt: Bleiben die Betriebsstörungen bestehen, könnte der Puffer zur Zielerreichung schrumpfen. Der höhere Kupferpreis wirkt unterstützend, ersetzt jedoch keine stabile Produktion.

Jahresziele und Projekte

Für das Geschäftsjahr 2026/27 bestätigte BHP seine Produktionsspannen: 1,65 bis 1,80 Millionen Tonnen Kupfer, 260 bis 272 Millionen Tonnen Eisenerz sowie 18,5 bis 20,5 Millionen Tonnen Kokskohle. Das Jansen-Kaliprojekt in Kanada ist nach Unternehmensangaben zu 87 Prozent abgeschlossen; die erste Produktion ist weiterhin für Mitte 2027 vorgesehen.

Die BHP-Aktie notierte am 20. Oktober um 10:54 Uhr bei 35,68 Euro und lag damit 2,83 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn stand sie zu diesem Zeitpunkt dennoch 36,94 Prozent im Plus. Die Tagesbewegung zeigt eine kurzfristige Belastung, belegt für sich genommen aber nicht, dass der Produktionsbericht allein dafür ausschlaggebend war.

Fazit & Ausblick

Im weiteren Geschäftsjahr kommt es darauf an, ob BHP die chilenische Förderung nach Wartungsarbeiten und Wetterstörungen stabilisieren kann. Die unveränderten Ziele geben den Maßstab vor: Besonders die nächsten Produktionsberichte werden zeigen, ob der deutliche Kupferrückgang ein vorübergehender Quartalseffekt bleibt oder die Jahresprognose zunehmend unter Druck gerät.

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