bet-at-home.com Aktie: Analysten bestätigen Kaufempfehlung vor Q3-Zahlen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine aktuelle Analysteneinschätzung bestätigt für bet-at-home.com die Kaufempfehlung und ein Zwölfmonatskursziel von 5 Euro.
- Für das am 5. November erwartete Q3 werden 9,3 Prozent mehr Brutto-Spielerträge auf 11,2 Millionen Euro prognostiziert.
- Besonders das Online-Gaming soll zulegen: Die Spielerträge könnten im Jahresvergleich um 23,6 Prozent auf 2,1 Millionen Euro steigen.
- Das EBITDA vor Sondereffekten dürfte im dritten Quartal mit minus 0,5 Millionen Euro weiterhin negativ bleiben.
Marktanalyse & Details
Analysten sehen Gaming als Wachstumstreiber
Vor der für den 5. November angekündigten Veröffentlichung der Q3-Zahlen rechnen Analysten mit Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis. Die Brutto-Spielerträge (GGR) sollen gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,3 Prozent auf 11,2 Millionen Euro steigen. Für den Nettoumsatz wird ein Plus von 11,1 Prozent auf 8,5 Millionen Euro erwartet. Ein größerer Gaming-Anteil könnte dabei die Abgabenbelastung senken.
Im Online-Gaming werden 2,1 Millionen Euro GGR erwartet, ein Anstieg um 23,6 Prozent. Das zugrunde liegende Spielvolumen soll um 24 Prozent auf 17,4 Millionen Euro wachsen. Als möglichen zusätzlichen Impuls führen die Analysten die seit dem 1. Juli geltenden höheren zulässigen Einsätze pro Spielrunde in Deutschland an: Die Obergrenze stieg von einem auf drei Euro und kann unter bestimmten Voraussetzungen fünf Euro erreichen. Ob und wie stark sich die Änderung im Quartal auf bet-at-home.com ausgewirkt hat, werden erst die Unternehmenszahlen zeigen.
Wetten stabilisieren sich, Ergebnis bleibt im Minus
Für Online-Wetten wird ein GGR-Zuwachs um 6,4 Prozent auf 9,1 Millionen Euro prognostiziert. Das Wettvolumen könnte nach den Rückgängen der Vorquartale um 2,5 Prozent auf 67,4 Millionen Euro steigen. Zugleich wird eine um 0,5 Prozentpunkte verbesserte Wettmarge von 13,5 Prozent erwartet. Die Schätzung setzt auf eine bessere Produktgestaltung und Nutzerfreundlichkeit; das saisonal schwächere Umfeld bleibt jedoch ein Gegenwind.
Beim EBITDA vor Sondereffekten erwarten die Analysten minus 0,5 Millionen Euro nach minus 0,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die EBITDA-Marge soll sich um 4,1 Prozentpunkte auf minus 4,7 Prozent verbessern. Für das Gesamtjahr bleibt die GGR-Prognose bei 49 Millionen Euro. Die Unternehmensprognose für das EBITDA vor Sondereffekten von null bis vier Millionen Euro gilt laut Einschätzung zwar als erreichbar, aber anspruchsvoll. Für die ersten neun Monate wird ein Wert von minus 1,2 Millionen Euro angesetzt.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass die Erholung zunächst stärker vom Gaming-Geschäft und einer verbesserten Wettmarge als von einem kräftigen Wachstum der Wettvolumina abhängt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die bestätigte Kaufempfehlung und das Kursziel von 5 Euro stehen einer weiterhin negativen Q3-Ergebnisprognose gegenüber. Entscheidend wird sein, ob die erwartete Belebung im vierten Quartal ausreicht, um die Jahresprognose zu erreichen. Beim angegebenen Kurs von 2,46 Euro entspräche das Kursziel rechnerisch einem Aufwärtspotenzial von rund 103 Prozent; es handelt sich um eine Analystenschätzung, nicht um eine Garantie. Als positive Signale für die Nutzererfahrung wertet die Analyse den Anstieg des Net Promoter Score im ersten Halbjahr um 27 Punkte auf plus 17 sowie gute Platzierungen in einem Verbrauchertest.
Fazit & Ausblick
Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Q3-Zahlen am 5. November. Dann zeigt sich, ob Gaming tatsächlich an Tempo gewonnen und sich die Wettaktivitäten stabilisiert haben. Für die Jahresprognose dürfte insbesondere die Ergebnisentwicklung im Schlussquartal maßgeblich sein.
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