Beiersdorf Aktie: Goldman hebt Kursziel auf 74 Euro an und bleibt bei Sell
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman erhöht das Kursziel für Beiersdorf von 73 auf 74 Euro und hält an der Verkaufsempfehlung fest.
- Im dritten Quartal sank der organische Umsatz des Konzerns um 1,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
- Nivea und tesa belasteten: Ihre organischen Umsätze gingen um 4,9 beziehungsweise 4,3 Prozent zurück.
- Beiersdorf bestätigte die Jahresprognose mit einem niedrigen einstelligen organischen Umsatzrückgang und mindestens 11,8 Prozent bereinigter EBIT-Marge.
Marktanalyse & Details
Goldman hebt das Kursziel nur leicht an
Goldman setzt das Kursziel für die Beiersdorf-Aktie auf 74 Euro nach zuvor 73 Euro. Die Einstufung bleibt „Sell“. Die geringe Anhebung ändert damit nichts an der grundsätzlich skeptischen Bewertung der Aktie durch die Bank.
Zum zuletzt gemeldeten Kurs von 80,02 Euro am 27. Oktober liegt das neue Kursziel weiterhin darunter. Die Aktie hat seit Jahresbeginn zudem 14,34 Prozent verloren. Diese Marktdaten stammen vom Vorabend der neuen Analysteneinschätzung und sind daher kein Kursreaktionssignal auf Goldmans Entscheidung.
Q3-Umsatz: Wachstumsschwäche bei Kernmarken
Beiersdorf erzielte im dritten Quartal nominal 2,4 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 0,4 Prozent. Bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen im Portfolio sank der Umsatz im Jahresvergleich um 1,3 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich Nivea mit einem organischen Rückgang von 4,9 Prozent. Bei tesa betrug das Minus 4,3 Prozent; das Elektronikgeschäft litt nach Unternehmensangaben unter Engpässen bei Halbleitern.
Andere Bereiche zeigten sich robuster: Der Umsatz im Derma-Geschäft mit Eucerin und Aquaphor stieg organisch um 10,6 Prozent auf 401 Millionen Euro. La Prairie legte um 8,5 Prozent auf 117 Millionen Euro zu. Diese Zuwächse gleichen die Schwäche der größeren Marken bislang nicht vollständig aus.
Jahresausblick bleibt unverändert
Der Konzern bestätigte die im Sommer gesenkte Prognose für 2026. Beiersdorf erwartet weiterhin einen organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte EBIT-Umsatzrendite soll mindestens 11,8 Prozent erreichen, verglichen mit 14,0 Prozent im Vorjahr.
Analysten-Einordnung: Goldmans Schritt ist eine kleine Kurszielanhebung, aber keine Neubewertung der Geschäftslage, denn das Verkaufsvotum bleibt bestehen. Dies deutet darauf hin, dass die Bank trotz der leicht höheren Bewertung weiterhin mehr Abwärts- als Aufwärtsspielraum sieht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die bestätigte Jahresprognose allein noch keinen überzeugenden Wendepunkt belegt: Entscheidend wird sein, ob Nivea die Umsatzschwäche überwindet und tesa die Belastung durch Halbleiterengpässe hinter sich lässt.
Fazit & Ausblick
Der Blick richtet sich auf die Umsetzung der Jahresziele und eine mögliche Stabilisierung der Kernmarken. Die deutlichen Zuwächse im Derma-Geschäft sind ein positiver Gegenpol, während Nivea und tesa die Erholung erschweren. Ein nächster konkreter Berichtstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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