Befesa Aktie: US-Steuergutschrift hebt EBITDA-Prognose – Aktie steigt
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Befesa erhöht die bereinigte EBITDA-Prognose für 2026 inklusive US-Steuergutschrift auf 286 bis 296 Millionen Euro.
- Ohne den Förderbeitrag erwartet der Recycler 260 bis 270 Millionen Euro; zuvor lag die Spanne bei 250 bis 270 Millionen Euro.
- Die Gutschrift soll 2026 rund 26 Millionen Euro betragen und bei unverändertem Rechtsrahmen bis 2033 jährlich wiederkehren.
- Die Befesa-Aktie notierte am 28. Oktober zeitweise 9,97 Prozent höher bei 36,40 Euro.
Marktanalyse & Details
Prognose steigt vor allem durch Fördergutschrift
Befesa rechnet für 2026 mit einer Steuergutschrift von rund 29 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 26 Millionen Euro aus dem US-Inflation-Reduction-Act. Der Beitrag hängt mit der Zinkproduktion am US-Standort Mooresboro zusammen. Das Unternehmen erwartet, die Gutschrift im vierten Quartal 2026 als Verringerung der Betriebskosten zu erfassen.
Inklusive dieses Effekts soll das bereinigte EBITDA 286 bis 296 Millionen Euro erreichen. Ohne die Gutschrift liegt die neue Prognose bei 260 bis 270 Millionen Euro. Damit wurde die zuvor geltende Spanne von 250 bis 270 Millionen Euro angehoben und zugleich eingegrenzt. Befesa erwartet mit der Gutschrift außerdem einen Gewinn je Aktie von mehr als 2,90 Euro und eine Nettoverschuldung zum Jahresende von etwa dem 1,8-Fachen des EBITDA. Ohne den Beitrag wären es mehr als 2,20 Euro je Aktie und eine Verschuldung von rund dem 2,0-Fachen.
Wiederkehrender Beitrag – aber mit Prüfvorbehalt
Befesa hält die Voraussetzungen für die US-Förderung nach eigener Einschätzung für erfüllt und hat für das Geschäftsjahr 2025 bereits einen Antrag über rund 34 Millionen US-Dollar gestellt. Der Betrag für 2025 ist ein separater Einmaleffekt; der damit verbundene Zahlungseingang wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet. Für 2026 rechnet das Unternehmen dagegen nicht mit einem entsprechenden Mittelzufluss im laufenden Jahr. Der Ausblick für den operativen Cashflow bleibt bei einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich, die Investitionsplanung bei rund 70 Millionen Euro.
Für die Geschäftsjahre 2026 bis 2033 erwartet Befesa bei fortbestehender Förderberechtigung einen positiven jährlichen Beitrag von 25 bis 30 Millionen Euro. Die Gutschrift soll allerdings stufenweise sinken: 2031 auf 75 Prozent, 2032 auf 50 Prozent und 2033 auf 25 Prozent des regulären Betrags. Höhe und Zeitpunkt der Anerkennung und Auszahlung bleiben von der Prüfung durch die US-Steuerbehörde sowie den geltenden Anforderungen abhängig.
Analysten-Einordnung: Der Sprung beim ausgewiesenen EBITDA-Ziel ist überwiegend auf die erwartete Förderung zurückzuführen. Die engere Spanne ohne Gutschrift ist zwar eine Verbesserung gegenüber der bisherigen Untergrenze, aber kein gleich großer Zuwachs aus dem laufenden Geschäft. Dies deutet darauf hin, dass Anleger zwischen bilanziell erwartetem Ergebnisbeitrag und tatsächlichem Mittelzufluss unterscheiden sollten: Für 2026 ist kein zusätzlicher Cash-Zufluss aus der Gutschrift eingeplant, und die steuerliche Anerkennung ist noch nicht abschließend bestätigt. Dass der Mittelpunkt der neuen Gesamtprognose über den Markterwartungen lag, unterstützte die kräftige Kursreaktion.
Fazit & Ausblick
Die höhere Prognose und die Aussicht auf wiederkehrende Förderbeiträge geben Befesa kurzfristig Rückenwind. Entscheidend für die weitere Einordnung sind die Bestätigung der Förderberechtigung, der tatsächliche Zahlungseingang für den Anspruch aus 2025 im ersten Halbjahr 2027 und die Entwicklung des operativen Geschäfts ohne Steuergutschriften. Befesa ließ die Investitionsplanung unverändert; ein nächster konkreter Ergebnistermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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