Befesa Aktie: US-Förderung hebt EBITDA-Ausblick 2026 auf bis zu 296 Mio. Euro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Befesa erwartet 2026 ein bereinigtes EBITDA von 286 bis 296 Mio. Euro inklusive einer US-Förderung von rund 26 Mio. Euro.
- Ohne den Förderbeitrag wurde die Prognosespanne auf 260 bis 270 Mio. Euro eingeengt.
- Das bereinigte EBITDA stieg im dritten Quartal um 10 Prozent auf 67,8 Mio. Euro.
- Die Befesa-Aktie notierte am 28. Oktober bei 35,35 Euro und damit 6,8 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis und Prognose
Befesa steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf 311,6 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 9,9 Prozent auf 67,8 Mio. Euro zu; die Marge verbesserte sich leicht von 21 auf 22 Prozent. Für die ersten neun Monate summierte sich das bereinigte EBITDA auf 191,8 Mio. Euro, ein Plus von 10,4 Prozent. Der Umsatz nahm in diesem Zeitraum hingegen nur um 1 Prozent auf 901,1 Mio. Euro zu.
Für das Gesamtjahr hob Befesa die Untergrenze der EBITDA-Prognose ohne Förderung von 250 auf 260 Mio. Euro an; die Obergrenze bleibt bei 270 Mio. Euro. Zusätzlich erwartet das Unternehmen aus dem US-Förderprogramm für kritische Mineralien nach Section 45X einen Beitrag von rund 26 Mio. Euro im vierten Quartal. Damit ergibt sich die Gesamtprognose von 286 bis 296 Mio. Euro.
Förderung stärkt Ergebnis, aber nicht den Cashflow 2026
Der Förderantrag wurde im Oktober für die Zinkproduktion am Standort Mooresboro eingereicht. Die derzeitige Schätzung von rund 26 Mio. Euro ist noch von der Prüfung durch die US-Steuerbehörde und der endgültigen Berechnung abhängig. Befesa will den Betrag nach IAS 20 als Minderung der operativen Kosten erfassen. Der tatsächliche Mittelzufluss wird nach Unternehmensangaben erst im ersten Halbjahr 2027 erwartet; für 2026 ist daher kein entsprechender Cash-Zufluss eingeplant.
Bilanz und operative Treiber
Die Verbesserung kam unter anderem von höheren Zinkpreisen und besseren Margen im Sekundäraluminiumgeschäft. Diese Effekte glichen geringere Mengen durch Wartungsstillstände sowie höhere Energie- und sonstige Kosten mehr als aus. Das Aluminiumgeschäft erzielte in den ersten neun Monaten ein EBITDA von 34 Mio. Euro, 52 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch die Verschuldungskennzahlen entwickelten sich günstiger: Die Nettoverschuldung sank im Jahresvergleich um 7,6 Prozent auf 563,7 Mio. Euro, der Verschuldungsgrad von 2,59 auf das 2,16-Fache. Im September wurde Befesas Kreditrating auf BB+ angehoben. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen operativen Cashflow mit einstelliger Wachstumsrate.
Analysten-Einordnung: Die eingeengte Prognose ohne Förderung signalisiert eine bessere operative Erwartung für das Schlussquartal; der zusätzliche Sprung auf bis zu 296 Mio. Euro beruht jedoch wesentlich auf einem staatlichen Förderbeitrag. Für Anleger bedeutet das: Das Ergebnisziel ist deutlich höher, aber der Förderbetrag ist noch nicht endgültig bestätigt und verbessert den Cashflow erst 2027. Die Kursreaktion – ein Plus von 6,8 Prozent bei 35,35 Euro am Abend – zeigt, dass der Markt die höhere Prognose zunächst positiv aufnahm.
Fazit & Ausblick
Im vierten Quartal sind steigende Volumina und die Erholung des Sekundäraluminiumgeschäfts die operativen Erwartungen, während Kosteninflation ein Gegenwind bleibt. Befesa stellt für 2026 einen Nettoverschuldungsgrad von rund 1,8 einschließlich der Förderung und ein Ergebnis je Aktie von mehr als 2,90 Euro in Aussicht; beides steht unter den genannten Voraussetzungen. Ein Webcast zu den Q3-Ergebnissen ist für den 29. Oktober 2026 um 9 Uhr angekündigt.
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