BBVA Aktie: UBS senkt Kursziel, Goldman hebt es auf 28,50 Euro an
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- UBS senkt am 2. November das BBVA-Kursziel von 24,50 auf 22,70 Euro und bestätigt „Neutral“.
- Goldman erhöht das Ziel von 28,40 auf 28,50 Euro und bekräftigt „Buy“.
- BBVAs drittes Quartal war gemischt: Der Nettogewinn stieg um 19,2 Prozent, das EPS blieb hinter der Schätzung zurück.
- Die Aktie notierte am 2. November um 10:59 Uhr bei 21,28 Euro, ein Tagesplus von 1,58 Prozent.
Marktanalyse & Details
Uneinige Analysten nach Quartalszahlen
Die jüngsten Einschätzungen zeigen, wie unterschiedlich Analysten BBVAs Perspektiven bewerten. UBS reduzierte das Kursziel um 1,80 Euro auf 22,70 Euro und hält an „Neutral“ fest. Goldman hob sein Ziel leicht auf 28,50 Euro an und blieb bei „Buy“. Bereits am 29. Oktober hatte LBBW ihr Kursziel auf 26,80 Euro gesenkt, die Kaufempfehlung jedoch beibehalten.
Die Differenz spiegelt die durchwachsenen Quartalsdaten wider: BBVA erzielte im dritten Quartal operative Erträge von 10,82 Milliarden Euro und übertraf damit die Schätzung von 10,778 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss legte im Jahresvergleich um 21,7 Prozent auf 8,08 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn stieg um 19,2 Prozent auf 3,005 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie von 0,51 Euro verfehlte hingegen die Erwartung von 0,543 Euro.
Starkes Mexiko, offene Fragen in Spanien
Das Wachstum wurde vor allem durch das Geschäft in Mexiko gestützt. Zugleich enttäuschte die Entwicklung in Spanien, wo der Nettozinsertrag die Erwartungen verfehlte. Zusätzlich stieg die Risikovorsorge im Quartal überraschend um 24 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Auch die Entwicklung des harten Kernkapitals wurde kritisch aufgenommen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Gewinnzuwachs allein nicht ausreicht, um die Bewertung zu stützen: Anleger achten ebenso auf die Qualität des Wachstums, die Kreditrisiken und die Kapitalentwicklung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass BBVAs starke Ertragsdynamik in Mexiko gegen die Schwächen im Heimatmarkt und höhere Rückstellungen abgewogen werden muss. Die auseinanderlaufenden Kursziele unterstreichen diese Unsicherheit.
Fazit & Ausblick
Die Analystenurteile reichen trotz der jüngsten Zahlen von „Neutral“ bis „Buy“. Für die weitere Einschätzung dürften vor allem die Zinsentwicklung und Kreditqualität in Spanien, die Höhe der Risikovorsorge sowie die Fortsetzung des Wachstums in Mexiko entscheidend sein. Ein konkreter Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
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