BASF Aktie: Gremien beraten über mögliches Evonik-Angebot
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Das Kuratorium der RAG-Stiftung berät am Freitag, 9. Oktober, über die Zukunft ihrer 43-prozentigen Evonik-Beteiligung.
- Laut Medienberichten kommt am selben Tag auch der BASF-Aufsichtsrat zusammen.
- Ein BASF-Angebot von 22,15 Euro je Evonik-Aktie steht Berichten zufolge im Raum; bestätigt ist eine neue Offerte nicht.
- Ein Analyst hält auch 24 bis 25 Euro je Aktie für denkbar, während BASF den Ausgang der Sondierungen als offen bezeichnet.
Marktanalyse & Details
Gremiensitzungen ohne bestätigten Durchbruch
Die Beratungen bei der RAG-Stiftung und dem BASF-Aufsichtsrat könnten die nächsten Schritte in der Übernahmesondierung beeinflussen. Eine Entscheidung oder ein neues Angebot ist damit jedoch nicht bestätigt. Evonik hatte die BASF-Anfrage zuvor als unverbindlich und auf ein freiwilliges öffentliches Angebot für sämtliche Aktien gerichtet beschrieben. Zugleich hieß es, derzeit fänden keine Gespräche statt. BASF erklärte, Fortgang und Ausgang der Sondierungen seien offen.
Preis bleibt zentraler Unsicherheitsfaktor
Medienberichten zufolge lag eine mögliche Offerte bei 22,15 Euro je Evonik-Aktie. Ein Analyst hält einen höheren Preis von 24 bis 25 Euro für denkbar. Evonik notierte zuletzt etwas über 21 Euro. Die genannten Werte sind weder ein bestätigtes Angebot noch eine Zusage der BASF; sie markieren lediglich mögliche Größenordnungen in der öffentlichen Debatte.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass neben der grundsätzlichen Zustimmung der Anteilseigner vor allem die Bewertung entscheidend bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Spekulationen über einen höheren Angebotspreis zwar den Evonik-Kurs bewegen können, der Ausgang aber von den Gremienberatungen und möglichen weiteren Gesprächen abhängt. Auch mögliche Synergien, Finanzierung und Folgen für Standorte und Beschäftigung sind bislang nicht konkretisiert. Die BASF-Aktie lag am 9. Oktober um 10:04 Uhr bei 51,71 Euro und damit 0,17 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn beträgt das Plus 16,12 Prozent. Diese Momentaufnahme belegt für sich genommen keine Reaktion des BASF-Kurses auf die Übernahmeberichte.
Strategische und politische Hürden
Der mögliche Zusammenschluss steht vor dem Hintergrund des anhaltenden Umbaus und des Wettbewerbsdrucks in der europäischen Chemiebranche. Zugleich wird die Zukunft Evoniks politisch diskutiert: Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat eine Landesbeteiligung ins Spiel gebracht. Die Gewerkschaft IGBCE warnte vor Schnellschüssen und fordert Klarheit zu Arbeitsplätzen, Standorten und der Zukunft beider Unternehmen.
Fazit & Ausblick
Der Freitag könnte Hinweise darauf liefern, wie RAG-Stiftung und BASF die Übernahmeoption bewerten. Ein verbindlicher Zeitplan oder ein bestätigtes neues Angebot liegt bislang nicht vor. Für die BASF-Aktie bleiben daher zunächst die tatsächlichen Beschlüsse und die Bedingungen einer möglichen Offerte wichtiger als die kursierenden Preisangaben.
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