BASF Aktie: RAG-Stiftung berät vertraulich über Evonik-Angebot
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Das Kuratorium der RAG-Stiftung ließ sich am Freitag zum Interesse von BASF an Evonik informieren.
- Nach den vorliegenden Angaben wurde ein Angebot von 22,15 Euro je Evonik-Aktie abgelehnt.
- Für alle Evonik-Aktien hätte der gebotene Preis einem Volumen von mehr als 10,3 Milliarden Euro entsprochen.
- Die Stiftung hält rund 43 Prozent an Evonik; konkrete Ergebnisse ihrer Sitzung wurden nicht veröffentlicht.
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RAG-Stiftung gibt keine Entscheidung bekannt
Das Kuratorium der RAG-Stiftung hat sich in einer Online-Sitzung vom Stiftungsvorstand über BASFs Interesse an Evonik informieren lassen. Zu Inhalten und Ergebnissen der Beratung machte die Stiftung keine Angaben. Damit ist offen, ob sich aus der Sitzung eine veränderte Haltung zum Übernahmevorhaben ergibt.
Im Raum stand ein Angebot von 22,15 Euro je Evonik-Aktie. Der Preis, der insgesamt mehr als 10,3 Milliarden Euro für sämtliche Aktien bedeutet hätte, wurde abgelehnt. Evonik hatte BASFs Vorstoß als unverbindliche Ansprache für ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot bezeichnet. Gespräche fanden zuletzt nicht statt; BASF erklärte, Fortgang und Ausgang der Sondierungen seien offen.
Schlüsselrolle des größten Evonik-Aktionärs
Mit rund 43 Prozent der Evonik-Aktien ist die RAG-Stiftung für den möglichen Verkauf ein zentraler Akteur. Sie finanziert aus ihren Kapitalanlagen langfristige Folgekosten des beendeten Steinkohlebergbaus. Die Beteiligung an Evonik ist dabei besonders bedeutend, auch wegen der Dividendenzuflüsse.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die politische und beschäftigungspolitische Dimension. Die Gewerkschaft IGBCE hat vor übereilten Entscheidungen gewarnt und Fragen zu Arbeitsplätzen, Standorten und der Zukunftsstrategie beider Unternehmen aufgeworfen. Zudem steht ein Vorschlag der NRW-SPD für eine mögliche Landesbeteiligung im Raum.
Analysten-Einordnung: Die vertrauliche Beratung zeigt, dass die RAG-Stiftung das BASF-Interesse auf Ebene ihres Kuratoriums behandelt, liefert aber keinen Hinweis auf eine Einigung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Übernahmefantasie bleibt bestehen, der Abschluss ist jedoch keineswegs gesichert. Ein höherer Preis könnte die Position der Großaktionärin verändern; zugleich müssten BASF mögliche Finanzierung, industrielle Vorteile und die Folgen für Standorte und Beschäftigte überzeugend darlegen.
Fazit & Ausblick
Entscheidend sind nun mögliche weitere Schritte von BASF und eine klare Positionierung der RAG-Stiftung. Da weder ein Verhandlungsergebnis noch ein verbindliches Angebot bekannt ist, bleibt der Ausgang offen. Neue Aussagen der Unternehmen oder eine konkretisierte Offerte wären die nächsten wichtigen Signale für die BASF-Aktie.
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