BASF Aktie: Konzern hält trotz abgelehnter Evonik-Offerte an Übernahme fest

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. BASF soll 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten haben; die Offerte wurde abgelehnt.
  2. Die RAG-Stiftung ließ sich als Evoniks größter Anteilseignerin über BASFs Interesse informieren, machte aber keine Sitzungsergebnisse öffentlich.
  3. Berichten zufolge prüft BASF weitere Schritte; eine höhere Offerte oder Zugeständnisse sind bislang nicht bestätigt.
  4. Jobs, Standorte und die angespannte Lage der Chemiebranche machen die mögliche Übernahme politisch und wirtschaftlich heikel.

Marktanalyse & Details

Abgelehntes Angebot, offene Gespräche

BASF wirbt weiter um den Spezialchemiekonzern Evonik, obwohl ein erstes Angebot abgelehnt wurde. Im Raum standen nach den vorliegenden Angaben 22,15 Euro je Evonik-Aktie. Für sämtliche Aktien hätte das einem Gesamtwert von mehr als 10,3 Milliarden Euro entsprochen. Evonik hatte die Ansprache als unverbindlich bezeichnet; Gespräche fanden demnach zunächst nicht statt. BASF erklärte, Fortgang und Ausgang der Sondierungen seien offen.

Die RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Evonik-Aktien hält, befasste ihr Kuratorium mit dem Interesse von BASF. Zu konkreten Inhalten oder Ergebnissen der Sitzung machte die Stiftung keine Angaben. Berichten zufolge hat BASF die Übernahmepläne dennoch nicht aufgegeben und könnte mit einem verbesserten Angebot oder Zugeständnissen um Zustimmung werben. Eine konkrete Nachbesserung ist bislang nicht bekannt.

Preis und Beschäftigung als entscheidende Faktoren

Für die RAG-Stiftung ist die Beteiligung nicht nur eine Finanzanlage: Ihre Erträge tragen zur Finanzierung der langfristigen Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus bei. Ein Verkauf müsste deshalb auch mit Blick auf künftige Einnahmen und den angebotenen Preis bewertet werden. Zugleich richten Gewerkschaft und Politik den Blick auf mögliche Folgen für Arbeitsplätze und Standorte. Die Chemiebranche steht unter Druck, während Unternehmen ihre Strukturen anpassen und Konkurrenz aus Asien zunimmt.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass nicht allein die Höhe des Kaufpreises über den Fortgang entscheidet. BASF müsste auch überzeugend darlegen, welchen strategischen Nutzen eine Übernahme bringt und wie Beschäftigung sowie Standorte behandelt würden. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Übernahmefantasie bleibt bestehen, doch bis zu einem formellen Angebot und einer Einigung sind Preis, Zustimmung der maßgeblichen Anteilseigner und mögliche Genehmigungsfragen offen. Eine höhere Offerte könnte den finanziellen Aufwand für BASF deutlich erhöhen.

Fazit & Ausblick

Der nächste wichtige Schritt wäre eine offizielle Mitteilung von BASF zu einer möglichen neuen Offerte oder zum Ende der Sondierungen. Auch die Haltung der RAG-Stiftung bleibt zentral; aus ihrer Sitzung ist bislang keine Entscheidung bekannt. Ein Zeitplan für ein neues Angebot wurde nicht genannt.

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