BASF Aktie: Evonik lehnt Verhandlungen über Übernahmeangebot ab

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Evonik will nach Prüfung des BASF-Interesses nicht in Übernahmeverhandlungen eintreten.
  2. Der Essener Konzern ist lediglich zu einem vertraulichen, informativen Austausch bereit.
  3. Für das verbesserte BASF-Angebot stehen zuletzt 24 Euro je Evonik-Aktie beziehungsweise rund 11 Milliarden Euro im Raum.
  4. BASF-Chef Markus Kamieth hatte betont, eine Transaktion müsse sich wirtschaftlich für die BASF-Aktionäre rechnen.

Marktanalyse & Details

Evonik zieht vorerst eine klare Grenze

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat das Interesse von BASF an einem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot geprüft und entschieden, nicht in Verhandlungen einzutreten. Zugleich hält Evonik einen rein informativen und vertraulichen Austausch mit BASF offen. Das ist keine Zustimmung zu einem Verkauf, lässt aber einen begrenzten Gesprächskanal bestehen.

Zuletzt wurde ein Angebot von 24 Euro je Evonik-Aktie genannt. Der Gesamtwert liegt den vorliegenden Angaben zufolge bei rund 11 Milliarden Euro. Evonik bewertet die Offerte demnach als zu niedrig. Eine Einigung oder ein konkreter Zeitplan für weitere Schritte ist damit nicht absehbar.

Strategischer Nutzen trifft auf Preis- und Finanzierungsrisiko

BASF sieht in einer Verbindung der beiden Chemiekonzerne eine Möglichkeit, die Portfolios zu ergänzen und einen wettbewerbsfähigeren, widerstandsfähigeren Anbieter zu schaffen. Konzernchef Markus Kamieth verwies zugleich auf die finanzielle Disziplin: BASF wolle keinen überhöhten Preis zahlen und eine Transaktion nur verfolgen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll ist.

Für den Kontext: BASF hob nach einem starken dritten Quartal das Jahresziel für das operative EBITDA auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an; das operative Ergebnis im Quartal lag bei 1,64 Milliarden Euro. Das verbessert die operative Ausgangslage, sagt für sich genommen aber noch nichts darüber aus, ob eine Übernahme zu dem genannten Preis finanziell attraktiv wäre.

Analysten-Einordnung: Dass Evonik Verhandlungen ablehnt, erhöht den Druck auf BASF, entweder beim Preis nachzubessern oder die Annäherung vorerst ruhen zu lassen. Ein weiterer Aufschlag könnte die strategischen Vorteile schmälern und die finanzielle Belastung erhöhen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Der mögliche Zusammenschluss bleibt eine Chance für die langfristige Positionierung, ist kurzfristig aber vor allem mit Bewertungs- und Ausführungsrisiken verbunden.

Fazit & Ausblick

Entscheidend ist nun, ob BASF trotz der Absage den informativen Austausch nutzt und ob Evonik seine Haltung zum Angebot verändert. Solange keine Verhandlungen aufgenommen werden, bleiben Umfang, Preis und Zeitplan einer möglichen Übernahme offen. BASF dürfte dabei an der angekündigten Bedingung festhalten, dass sich ein Schritt für die eigenen Aktionäre rechnen muss.

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