BASF Aktie: Evonik hält 11-Milliarden-Euro-Gebot für zu niedrig
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Evonik bewertet das auf rund 11 Milliarden Euro erhöhte BASF-Gebot als zu niedrig.
- Der Spezialchemiekonzern dürfte die Offerte zurückweisen, lässt Verhandlungen aber weiter offen.
- Ein Zusammenschluss ist damit nicht vom Tisch, eine Einigung jedoch weiterhin ungewiss.
- BASF hatte Evonik als bevorzugtes Übernahmeziel bezeichnet und für 2026 ein höheres EBITDA-Ziel ausgegeben.
Marktanalyse & Details
Evonik setzt eine höhere Hürde
Im Ringen um Evonik kommt BASF trotz eines erhöhten Gebots zunächst nicht ans Ziel: Evonik hält die Offerte von rund 11 Milliarden Euro für zu niedrig und wird sie Berichten zufolge zurückweisen. Zugleich bleibt das Unternehmen für weitere Gespräche offen. Damit ist die Tür für einen Deal nicht geschlossen – der Preis und mögliche weitere Bedingungen dürften aber erneut zum Thema werden.
BASF-Chef Markus Kamieth hatte Evonik als bevorzugtes Übernahmeziel bezeichnet und einen Zusammenschluss als strategisch sinnvoll begründet. Die Portfolios könnten sich ergänzen und gemeinsam einen wettbewerbsfähigeren, widerstandsfähigeren Chemiekonzern bilden. Eine Vereinbarung oder ein bestätigter Abschluss liegt bislang nicht vor.
Strategische Chance trifft auf Übernahmerisiko
Analysten-Einordnung: Die zurückgewiesene Offerte zeigt, dass BASF mit dem bislang gebotenen Preis die Zustimmung von Evonik nicht sicherstellen kann. Dass Evonik weitere Gespräche zulässt, hält eine Einigung zwar im Bereich des Möglichen; es bedeutet aber nicht, dass ein höheres Angebot folgt oder die Transaktion zustande kommt. Für BASF-Aktionäre ist deshalb entscheidend, ob ein möglicher strategischer Mehrwert die finanziellen Kosten und zusätzlichen Risiken rechtfertigen würde.
Als operativen Hintergrund hatte BASF nach einem starken dritten Quartal die EBITDA-Prognose für 2026 auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro angehoben. Das verbessert den Ergebniskontext, beantwortet aber nicht die zentrale Frage, zu welchen Konditionen BASF Evonik übernehmen könnte. BASF hatte zugleich betont, dass Akquisitionen eine Option und keine Pflicht seien und finanzielle Disziplin gewahrt bleiben solle.
Fazit & Ausblick
Die nächsten Signale dürften aus den Gesprächen zwischen BASF und Evonik kommen: Entscheidend ist, ob BASF seine Offerte nachbessert und Evonik darauf eingeht. Bis zu einer konkreten Einigung bleibt die Übernahme ein strategisches Szenario mit offenem Ausgang – nicht eine gesicherte Transaktion.
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