Baker Hughes 'A' Aktie: US-Bohrzahl bleibt stabil, Freedom Broker stuft auf Hold hoch
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen blieb am 30. Oktober gegenüber der Vorwoche bei 603.
- In den USA stieg die Zahl der Ölbohranlagen um zwei auf 462, während zwei Gasbohranlagen auf 130 entfielen.
- Freedom Broker hob Baker Hughes von Sell auf Hold an und erhöhte das Kursziel von 51 auf 52 US-Dollar.
- Nach dem dritten Quartal verwies der Analyst auf höhere Schulden und stark gestiegene Zinsaufwendungen infolge der Chart-Übernahme.
Marktanalyse & Details
Bohraktivität in den USA und Kanada
Die US-Bohrzahl lag mit 603 Anlagen auf dem Niveau der Vorwoche, aber 57 Anlagen über dem Stand vor einem Jahr. Neben den 462 Öl- und 130 Gasbohranlagen wurden 11 sonstige Anlagen gezählt. Offshore waren in den USA 14 Anlagen aktiv – eine mehr als in der Vorwoche, aber fünf weniger als vor einem Jahr.
In Kanada stieg die Zahl der Anlagen im Wochenvergleich um sechs auf 226. Gegenüber dem Vorjahreswert von 187 entspricht das einem Plus von 39. Die Bohrzahlen liefern einen Hinweis auf die Aktivität im Energiesektor, bilden jedoch weder die tatsächliche Förderung noch unmittelbar Baker Hughes’ Umsatzentwicklung ab.
Analyst stuft Aktie auf Hold hoch
Freedom Broker wechselte bei Baker Hughes von Sell auf Hold und setzte das Kursziel auf 52 US-Dollar, nach zuvor 51 US-Dollar. Als Gründe nannte der Analyst die über den Erwartungen liegenden Umsatz- und bereinigten Gewinnzahlen im dritten Quartal sowie die anziehende Aktivität im Nahen Osten. Die Übernahme von Chart Industries habe den Umsatz im Jahresvergleich um 14,5 Prozent gesteigert.
Gleichzeitig hob der Analyst die finanzielle Belastung durch die Akquisition hervor: Die Nettoverschuldung sei auf 14,2 Milliarden US-Dollar gestiegen, der Zinsaufwand habe sich gegenüber dem Vorquartal auf das 2,7-Fache erhöht. Baker Hughes hatte im dritten Quartal 8,03 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,70 US-Dollar gemeldet; der Auftragseingang lag bei 10,8 Milliarden US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Hochstufung auf Hold signalisiert eine weniger negative Einschätzung, aber keinen klaren Kaufimpuls. Das Kursziel von 52 US-Dollar liegt unter dem zuletzt gemeldeten Schlusskurs von 54,51 US-Dollar. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die starke operative Dynamik und der hohe Auftragseingang gegen die gestiegene Verschuldung und höhere Finanzierungskosten abgewogen werden müssen. Die stabile US-Bohrzahl liefert dabei eher ein gemischtes Branchensignal als einen eigenständigen Beleg für beschleunigtes Wachstum.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Einordnung sind neben der Entwicklung der Bohraktivität vor allem die Umsetzung der Chart-Integration und der Umgang mit den höheren Zinskosten entscheidend. Auch die Auftragseingänge und die von Baker Hughes angehobene Prognose für IET-Aufträge bleiben wichtige Hinweise auf die künftige Geschäftsentwicklung. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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