Baker Hughes 'A' Aktie: Freedom Broker hebt auf Hold an – Schulden steigen nach Chart-Kauf
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Freedom Broker stuft Baker Hughes am 30. Oktober von Sell auf Hold hoch und erhöht das Kursziel von 51 auf 52 US-Dollar.
- Im dritten Quartal 2026 übertraf Baker Hughes die Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem Gewinn je Aktie.
- Die Chart-Übernahme trieb den Umsatz, erhöhte aber die Nettoverschuldung auf 14,2 Milliarden US-Dollar.
- Der Auftragsbestand erreichte 46,4 Milliarden US-Dollar; zugleich hob Baker Hughes die Prognose für IET-Aufträge an.
Marktanalyse & Details
Analyst hebt Rating an, Kursziel bleibt unter dem Vortagesschluss
Freedom-Broker-Analyst Sergey Pigarev änderte seine Einstufung für Baker Hughes von Sell auf Hold. Das Kursziel steigt um einen US-Dollar auf 52 US-Dollar. Zum Vergleich: Die Aktie schloss am Vortag bei 54,51 US-Dollar. Die Anhebung des Ratings bedeutet daher nicht automatisch, dass der Analyst weiteres Kurspotenzial sieht; sein neues Ziel liegt weiterhin unter diesem Schlusskurs.
Analysten-Einordnung: Die Neubewertung spiegelt offenbar eine Abwägung zwischen besserer operativer Entwicklung und höherer finanzieller Belastung wider. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die starke Nachfrage und das Wachstum nach der Chart-Übernahme stützen das Geschäft, während die gestiegene Verschuldung und die höheren Zinskosten die Vorteile des Zukaufs teilweise relativieren.
Quartalsgeschäft übertrifft Erwartungen
Baker Hughes erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 8,03 Milliarden US-Dollar, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und über der Markterwartung von 7,75 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,70 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,61 US-Dollar; der GAAP-Gewinn je Aktie betrug 0,41 US-Dollar. Der Nettogewinn, der den Anteilseignern zuzurechnen ist, belief sich auf 411 Millionen US-Dollar, das bereinigte EBITDA auf 1,415 Milliarden US-Dollar.
Das Unternehmen meldete Aufträge im Umfang von 10,8 Milliarden US-Dollar, davon 5,9 Milliarden US-Dollar im Bereich Industrial & Energy Technology (IET). Der Auftragsbestand aus noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen (RPO) stieg auf den Rekordwert von 46,4 Milliarden US-Dollar; der IET-Anteil daran erreichte ebenfalls einen Rekord von 39,4 Milliarden US-Dollar.
Chart-Zukauf erhöht Schulden und Zinsaufwand
Die Übernahme von Chart Industries trug zum Umsatzwachstum bei. Gleichzeitig stieg die Nettoverschuldung nach Angaben des Analysten auf 14,2 Milliarden US-Dollar. Der Zinsaufwand nahm gegenüber dem Vorquartal um das 2,7-Fache zu. Im Ölgeschäft stützte eine Erholung der Aktivitäten im Nahen Osten das sequenzielle Wachstum des Segments Oilfield Services & Equipment.
Für das Gesamtjahr hob Baker Hughes die Prognose für IET-Aufträge an. Das Zusammenspiel aus Rekordauftragsbestand und höherer Verschuldung bleibt damit zentral: Die Aufträge schaffen Umsatzsichtbarkeit, doch ihre Umwandlung in Erträge und Cashflow muss die zusätzlichen Finanzierungskosten zunehmend mittragen.
Fazit & Ausblick
Die Q3-Zahlen und der Rekordauftragsbestand liefern operative Unterstützung, während die Chart-Übernahme die Bilanz stärker belastet. Freedom Brokers Hochstufung auf Hold ist entsprechend vorsichtig: Das Kursziel wurde zwar angehoben, liegt aber unter dem zuletzt gemeldeten Schlusskurs. Für die weitere Einordnung kommt es darauf an, ob Baker Hughes die erhöhte Auftragsprognose realisiert und zugleich die Verschuldungs- und Zinslast beherrscht. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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