AT&T Aktie: Raymond James hält trotz Starlink-Druck an Strong Buy fest

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Raymond James bestätigt für AT&T „Strong Buy“ und ein Kursziel von 33 US-Dollar.
  2. Der Konzern übertraf im dritten Quartal Umsatz- und EPS-Erwartungen und hob seine Gewinnprognose für 2026 an.
  3. Die Aktie geriet am 21. Oktober wegen der Starlink-Konkurrenzsorgen und schwächerer Postpaid-Zuwächse unter Druck.
  4. AT&T plant für 2026 Aktienrückkäufe von rund 10 Milliarden US-Dollar und bestätigte die annualisierte Dividende von 1,11 US-Dollar je Aktie.

Marktanalyse & Details

Starke Quartalszahlen, aber weniger Dynamik bei Postpaid-Kunden

AT&T erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 32,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 65 Cent und damit über der Analystenerwartung von 60 Cent. Für 2026 stellt das Unternehmen nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von rund 2,40 US-Dollar in Aussicht; zuvor hatte die Prognosespanne bei 2,25 bis 2,35 US-Dollar gelegen.

Beim Mobilfunk kamen 379.000 Postpaid-Telefonkunden hinzu. Das lag in etwa auf Höhe oder leicht unter den Erwartungen einzelner Marktbeobachter und blieb hinter den 432.000 Neuanschlüssen des Vorquartals zurück. Die Kennzahl ist für Telekommunikationsanbieter wichtig, weil monatlich zahlende Kunden vergleichsweise gut planbare Erlöse bringen.

Starlink-Sorgen belasten die Aktie

Die Kursreaktion fiel trotz der übertroffenen Finanzprognosen deutlich negativ aus. Am 21. Oktober notierte die AT&T-Aktie an der Lang & Schwarz Exchange um 18:15 Uhr bei 19,514 Euro und lag damit 5,96 Prozent im Minus. Der Rückgang spiegelt vor allem die Sorge wider, dass SpaceX mit Starlink Mobile künftig stärker in den Mobilfunkmarkt vordringen könnte. Starlink Mobile soll nach Unternehmensangaben Anfang 2028 starten; das Angebot und seine Wettbewerbswirkung sind bislang jedoch noch nicht im Detail absehbar.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der Kundenentwicklung: AT&T gewann weniger Postpaid-Kunden als im Vorquartal. Das allein erklärt den kräftigen Kursrückgang nicht zwingend, verstärkt aber die Unsicherheit darüber, wie Preisdruck und neue Wettbewerber die Kundengewinnung beeinflussen könnten.

Rückkäufe, Dividende und Netzausbau

AT&T will seine Aktienrückkäufe beschleunigen und für 2026 ein Volumen von rund 10 Milliarden US-Dollar erreichen. Die annualisierte Dividende von 1,11 US-Dollar je Aktie wurde bestätigt. Analyst Frank Louthan von Raymond James bekräftigte zugleich seine Einstufung „Strong Buy“ und das Kursziel von 33 US-Dollar.

Louthan verweist auf mögliche Belastungen des freien Cashflows durch höhere Working-Capital-Kosten und Effekte im Zusammenhang mit dem Verkauf des Mexiko-Geschäfts. Zugleich sieht er die Einsparungen bei den Investitionen nicht als einfachen kurzfristigen Cashflow-Schub: Ein Teil der Einsparungen komme aus effizienterem Netzausbau. AT&T wolle zudem Spektrum gezielt in Gebieten erwerben, in denen das Unternehmen bereits stark mit Glasfaser vertreten ist.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass AT&T seine Verteidigung gegen neue Wettbewerber vor allem über gebündelte Mobilfunk- und Glasfaserangebote sowie ein leistungsfähiges Netz organisieren will. Das kann Kundenbindung und Cross-Selling stützen, geht laut der Einschätzung aber mit einem sich verändernden Kundenmix und kurzfristigen Cashflow-Abwägungen einher. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die bestätigte Kaufempfehlung steht den erkennbaren Risiken gegenüber; entscheidend werden die weitere Postpaid-Kundengewinnung, die Monetarisierung gebündelter Angebote und die Entwicklung des freien Cashflows sein.

Fazit & Ausblick

AT&T startet mit besseren Quartalszahlen und einer angehobenen Gewinnprognose in die nächste Phase, doch die Marktreaktion zeigt, dass Investoren auch Wettbewerbsrisiken und Kundenkennzahlen gewichten. Beobachtenswert sind die Umsetzung der Rückkäufe, die Cashflow-Entwicklung und die Nachfrage nach kombinierten Mobilfunk- und Glasfaserangeboten. Zu einem nächsten Berichtstermin liegen in den vorliegenden Angaben keine Details vor.

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