AstraZeneca Aktie: RBC hebt Kursziel nach starkem Quartal auf 15.250 Pence an
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AstraZeneca steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7 Prozent auf 16,21 Milliarden US-Dollar.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,79 US-Dollar lag 72 Cent über der Analystenschätzung.
- Der Pharmakonzern bestätigte seine Jahresziele für 2026; die Onkologie blieb der wichtigste Wachstumstreiber.
- RBC erhöhte das Kursziel von 14.500 auf 15.250 Pence und bekräftigte die Einstufung Outperform.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen: Onkologie treibt das Wachstum
AstraZeneca erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 16,21 Milliarden US-Dollar, 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn stieg um 23,1 Prozent auf 3,12 Milliarden US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erreichte der Konzern 2,79 US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Schätzung von 2,07 US-Dollar.
Besonders kräftig entwickelte sich das Geschäft mit Krebsmedikamenten: Die Erlöse in diesem Bereich wuchsen um 17 Prozent auf knapp 7,8 Milliarden US-Dollar und machten damit fast die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Dagegen sanken die Erlöse mit Arzneien gegen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen um rund ein Fünftel auf 2,6 Milliarden US-Dollar.
Jahresziele bestätigt, Kursziel angehoben
Für 2026 hält AstraZeneca an einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich fest. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen weiterhin ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. RBC hob am 1. November sein Kursziel auf 15.250 Pence von zuvor 14.500 Pence an und bestätigte die Einstufung Outperform.
Zusätzliche strategische Impulse liefern ein angekündigtes Sparprogramm: AstraZeneca plant bis 2029 jährliche Einsparungen von 1,5 Milliarden US-Dollar, die in mehr als 180 Forschungsprojekte fließen sollen. Zudem erweiterte die EU-Kommission Ende Oktober die Zulassung von Enhertu für eine adjuvante Behandlung bei HER2-positivem Brustkrebs.
Analysten-Einordnung: Die deutliche EPS-Überraschung und das Wachstum der Onkologie sprechen für eine robuste operative Entwicklung; die bestätigte Prognose zeigt zugleich, dass das Management trotz des starken Quartals vorerst keinen zusätzlichen Spielraum in den Jahreszielen signalisiert. Dies deutet darauf hin, dass die weitere Bewertung der Aktie davon abhängt, ob die Dynamik bei Krebsmedikamenten anhält und schwächere Erlöse in anderen Therapiebereichen ausgeglichen werden können. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das angehobene RBC-Kursziel stützt die positive Einschätzung, ersetzt aber nicht die Beobachtung der Umsetzung der Jahresziele und der unterschiedlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche.
Fazit & Ausblick
Der starke Quartalsgewinn, die bestätigte Prognose und das höhere RBC-Kursziel bilden einen positiven Nachrichtenrahmen. Entscheidend für die kommenden Quartale bleiben das Wachstum der Onkologiesparte und eine Stabilisierung des Geschäfts mit Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselmedikamenten. Einen konkreten Termin für die nächste Ergebnisveröffentlichung enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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