AstraZeneca Aktie: Krebsmedikamente treiben Quartalsgewinn über Erwartungen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AstraZeneca steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7 Prozent auf 16,21 Milliarden US-Dollar.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,79 US-Dollar und lag 72 Cent über der Schätzung.
- Das Onkologiegeschäft wuchs um 17 Prozent, während der Bereich Herz-Kreislauf, Niere und Stoffwechsel rückläufig war.
- Der Konzern bestätigte seine Jahresziele für 2026; die Aktie notierte am Nachmittag bei 166 Euro und lag 6,75 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen und Wachstumstreiber
AstraZeneca hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 16,21 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Core EPS) betrug 2,79 US-Dollar gegenüber einer Schätzung von 2,07 US-Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich um 23,1 Prozent auf 3,12 Milliarden US-Dollar.
Besonders stark entwickelte sich die Onkologiesparte: Ihr Umsatz legte um 17 Prozent auf knapp 7,8 Milliarden US-Dollar zu und machte damit nahezu die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Dagegen sanken die Erlöse mit Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen um rund ein Fünftel auf 2,6 Milliarden US-Dollar. In den ersten neun Monaten erreichte der Konzernumsatz 46,88 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8 Prozent beziehungsweise 7 Prozent zu konstanten Wechselkursen.
Jahresziele bleiben unverändert
AstraZeneca hält für 2026 an seiner Prognose fest: Der währungsbereinigte Umsatz soll im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, das Core EPS im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Eine Anhebung der Ziele blieb damit trotz des starken Quartals aus.
Analysten-Einordnung: Die deutliche Gewinnüberraschung und das Wachstum der Krebsmedikamente zeigen, wie stark die Onkologie derzeit die Konzernentwicklung trägt. Zugleich macht der Rückgang im Bereich Herz-Kreislauf, Niere und Stoffwechsel deutlich, dass die Dynamik nicht alle Geschäftsfelder erfasst. Für Anleger bedeutet die bestätigte Prognose mehr Planungssicherheit, aber keinen zusätzlichen Hinweis auf eine höhere Jahreserwartung. Entscheidend wird sein, ob AstraZeneca die Stärke der Onkologie beibehält und die Schwäche in anderen Bereichen begrenzen kann.
Die Aktie spiegelte die positive Aufnahme der Zahlen wider: Am 30. Oktober notierte sie um 15:50 Uhr bei 166 Euro, 6,75 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs.
Fazit & Ausblick
Das dritte Quartal fiel vor allem beim bereinigten Gewinn besser aus als erwartet, während die bestätigten Jahresziele die Messlatte für den weiteren Verlauf unverändert lassen. Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen, die Entwicklung der Onkologie-Pipeline und eine mögliche Stabilisierung des rückläufigen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselgeschäfts.
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