AST SPACEMOBILE Aktie: B. Riley stuft auf Neutral ab und senkt Kursziel auf 65 Dollar
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- B. Riley senkt die Einstufung von AST SpaceMobile von Buy auf Neutral.
- Das Kursziel fällt von 85 auf 65 US-Dollar.
- Als Risiken nennt Analyst Mike Crawford stärkere Wettbewerber, verzögerte Starts und steigende Kosten für die Satellitenkonstellation.
- Die Auslieferung der BlueBird-Satelliten 14 bis 16 und die vollständige Entfaltung von BB 11 gelten als operative Fortschritte.
Marktanalyse & Details
Neutrales Rating trotz Fortschritten
B. Riley-Analyst Mike Crawford stuft AST SpaceMobile von Buy auf Neutral zurück und reduziert das Kursziel von 85 auf 65 US-Dollar. Seine Einschätzung ist keine Abkehr von der Technologie: Crawford hält den Aufbau einer breitbandfähigen Direct-to-Device-Konstellation weiterhin für möglich und sieht AST SpaceMobile als einen der führenden Anbieter.
Operativ gab es zuletzt Fortschritte. Die Satelliten BlueBird 14, 15 und 16 wurden aus der Fertigung in Midland in Richtung Cape Canaveral transportiert. Zudem bestätigte das Unternehmen, dass BB 11 vollständig entfaltet ist. Die Bestätigung kam rund 35 Tage nach der Meldung zur Entfaltung von BB 12 und BB 13, die gemeinsam mit BB 11 gestartet waren.
Wettbewerb und Kosten prägen die Neubewertung
Den Ausschlag für das neutralere Urteil gibt laut Crawford vor allem das veränderte Chancen-Risiko-Verhältnis. Er verweist auf mögliche Verzögerungen beim Start weiterer Satelliten, steigende Kosten für den Aufbau der Konstellation und zusätzlichen Spektrumbedarf. Zugleich könnten Anbieter mit gemeinsam genutzten Satellitenkapazitäten den Preisdruck erhöhen.
Als mögliche Wettbewerber nennt Crawford Viasat sowie Equatys, ein Gemeinschaftsunternehmen von Space42, das ab 2028 eine Konstellation mit bis zu 2.800 Satelliten aufbauen könnte. Auch ein möglicher Einstieg von Rocket Lab wäre aus seiner Sicht relevant: Das Unternehmen verfügt über L-Band-Spektrum, das es von Iridium erhalten hat. Crawford betont allerdings, dass der Markt für Direct-to-Device-Dienste mehrere Gewinner haben könne.
Analysten-Einordnung: Die Herabstufung setzt weniger die technische Umsetzbarkeit als vielmehr die künftige Wirtschaftlichkeit unter Druck. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass erfolgreiche Satellitenstarts allein möglicherweise nicht ausreichen: Entscheidend werden auch die Kosten je Satellit, die Geschwindigkeit des Netzausbaus und die Zahlungsbereitschaft der Kunden. Solange Angaben zur Kundengewinnung über Mobilfunkpartner und zu konkreten Servicepreisen fehlen, bleibt die Bewertung anfällig für Zweifel am langfristigen Ertragspotenzial.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die nächsten Start- und Entfaltungsfortschritte sowie belastbare Hinweise auf Kundennachfrage und Tarifpreise. Diese Daten könnten zeigen, ob AST SpaceMobile seine technische Führungsposition in ein tragfähiges Geschäftsmodell übersetzen kann. Ein konkreter Termin für den nächsten wichtigen Datenpunkt wurde in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
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