ASML ADR Aktie: Analysten sehen kräftiges Wachstum bis 2028
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- RBC erwartet bis 2028 zweistelliges Wachstum bei Ausrüstung für die Halbleiterfertigung und bekräftigt die positive Einschätzung zu ASML.
- Fortschrittlichere HBM-Speicherchips könnten laut RBC rund 30 Milliarden US-Dollar zusätzliche Ausgaben für Fertigungsanlagen auslösen.
- Aletheia sieht ASMLs Produktionskapazität für Low-NA-EUV- und DUV-Systeme als zentrale Wachstumstreiber für 2027 und 2028.
- Aletheia hält eine mehr als Verdoppelung des ASML-Gewinns je Aktie von 2026 bis 2028 für möglich, nennt aber Kapazität, Geopolitik und Umsetzung als Risiken.
Marktanalyse & Details
HBM-Ausbau könnte zusätzliche Anlageninvestitionen auslösen
RBC sieht einen möglichen neuen Investitionsschub durch die Weiterentwicklung von HBM-Speichern. Wenn Hersteller die Speicher-Basischips auf modernere Logikverfahren umstellen, könnte das nach Einschätzung des Analysehauses bei SK hynix und Micron zusätzliche Kapazitäten von 50.000 bis 90.000 Wafern pro Monat erfordern. Daraus könnten rund 30 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Ausgaben für Halbleiterfertigungsanlagen entstehen – zusätzlich zu RBCs WFE-Prognose von 168 Milliarden US-Dollar für 2026.
Der Großteil dieser Investitionen dürfte laut RBC in der zweiten Hälfte 2027 und im Jahr 2028 anfallen. Weil die Kapazität für führende Fertigungsknoten bereits stark ausgelastet sei, bewertet RBC den möglichen Bedarf überwiegend als zusätzliches Geschäft. Das Analysehaus bekräftigte seine Outperform-Einschätzung für ASML.
ASMLs Produktionsleistung im Fokus
Aletheia verortet die Investmentthese weniger in kurzfristigem Gewinnmomentum als in ASMLs möglicher Ausbringung von Low-NA-EUV- und DUV-Scannern in den Jahren 2027 und 2028. Kunden hätten ihre Bestellungen ausgeweitet; die Nachfrage reiche inzwischen über führende Logikchips und DRAM hinaus und umfasse auch Mainstream-Logik, NAND sowie Leistungselektronik und Analogchips.
Zusätzliche Reinräume, die für 2028 angekündigt oder geplant sind, könnten den Bedarf stützen. ASML arbeite mit Zulieferern zusammen und verbessere die Produktivität, um die Produktion über bereits zugesagte Mengen hinaus zu steigern. Aletheia schätzt außerdem, dass der Gewinn je Aktie von 2026 bis 2028 mehr als doppelt so hoch ausfallen könnte. Für den Zeitraum veranschlagt das Analysehaus einen kumulierten freien Cashflow von 40 bis 50 Milliarden Euro.
Analysten-Einordnung: Die beiden Einschätzungen verweisen auf unterschiedliche, sich ergänzende Nachfragequellen: den Ausbau der HBM-Fertigung und eine breitere Erholung bei Investitionen in Produktionskapazitäten. Dies deutet darauf hin, dass ASMLs Wachstum nicht allein von kurzfristigen Bestellungen für führende Logikchips abhängen könnte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keine sichere Umsatz- oder Gewinnsteigerung: Entscheidend ist, ob ASML und seine Zulieferer die geplante Kapazität rechtzeitig bereitstellen und Kunden ihre Investitionspläne tatsächlich umsetzen.
Risiken bleiben bei Kapazität und Umsetzung
Aletheia nennt Engpässe bei der Produktionskapazität, geopolitische Risiken und die Umsetzung der Ausbaupläne als zentrale Unsicherheiten. Auch der von RBC erwartete HBM-bedingte Zusatzbedarf hängt davon ab, ob Speicherhersteller die Basischips tatsächlich auf fortschrittlichere Fertigungsknoten verlagern.
Fazit & Ausblick
Die Analysten sehen für ASML vor allem 2027 und 2028 Rückenwind, getragen von höherer Scanner-Ausbringung und möglichen zusätzlichen Investitionen in die Halbleiterfertigung. Für die weitere Einschätzung sind konkrete Fortschritte beim Kapazitätsausbau, die Entwicklung der Kundenbestellungen und die Umsetzung der HBM-Pläne maßgeblich. Die Prognosen bleiben Erwartungen der Analysehäuser und hängen von diesen Bedingungen ab.
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